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Constantin Medien AG: Geschäftsentwicklung 2017 von Sondereffekten geprägt

Die Constantin Medien AG legte ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017 vor
Die Constantin Medien AG legte ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2017 vor

Der Constantin Medien-Konzern hat 2017 ein einschneidendes und von Sondereffekten geprägtes Jahr durchlaufen. Aufgrund der ab September durch den neuen Vorstandsvorsitzenden Olaf G. Schröder eingeleiteten Maßnahmen zeigte sich im vierten Quartal auch im operativen Bereich eine positive Entwicklung.

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Mit dem Wegfall der Beherrschung über die Highlight Communications AG erfolgte zum 12. Juni 2017 die Entkonsolidierung der Highlight Communications-Gruppe. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthält daher die Segmente Film sowie Sport- und Event-Marketing nur bis zu diesem Datum und ist in der Gesamtjahresbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr naturgemäß wenig aussagekräftig.

Der Konzernumsatz reduzierte sich um 53,4 Prozent auf 263,8 Mio. Euro (2016: 565,7 Mio. Euro) und lag damit innerhalb der Zielprognose von 250 bis 280 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag aufgrund von einmaligen nicht-zahlungswirksamen Sondereffekten insbesondere aufgrund der Entkonsolidierung mit 36,7 Mio. Euro nur leicht unter dem Vorjahresergebnis (2016: 39,5 Mio. Euro) – und zwar indem im Vorjahresvergleich fehlende Ergebnisbeiträge durch einen einmaligen Gewinn aus der Entkonsolidierung der Highlight Communications AG von 38,3 Mio. Euro. annähernd ausgeglichen wurden.

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich um 13,6 Mio. Euro auf -5,3 Mio. Euro (2016: -18,9 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr.Das Konzernjahresergebnis betrug 28,8 Mio. Euro nach 14,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der davon auf die Aktionäre der Constantin Medien AG entfallende Ergebnisanteil Anteilseigner lag mit 27,8 Mio. Euro (2016: 8,3 Mio. Euro) deutlich über den angepassten Erwartungen.

Konzern-Finanzlage per 31. Dezember 2017 Die Eigenkapitalquote (Summe Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug zum 31. Dezember 2017 35,9 Prozent nach 20,9 Prozent zum 31. Dezember 2016. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote ergibt sich vor allem aufgrund der starken Abnahme der Bilanzsumme um 62,7 Prozent. Bereits zum 31. Dezember 2017 ist durch Verrechnung von Finanzverbindlichkeiten mit Highlight Communications-Aktien eine Teilentschuldung eingetreten.

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Die vollständige Rückzahlung der am 23. April 2018 auslaufenden 65 Mio. Euro 7,0% Unternehmensanleihe 2013/2018 wurde am 22. März 2018 sichergestellt. Der Vorstand hat an diesem Tag 12.417.482 Highlight Communications AG-Aktien zum Preis von 5,20 Euro pro Aktie an die Highlight Event and Entertainment AG veräußert. Die für die Periode 2017/2018 anfallenden Zinsen im Umfang von rund 4,55 Mio. Euro werden aus vorhandener Liquidität beglichen. Der Konzern hat folglich sämtliche Finanzverbindlichkeiten getilgt und ist komplett schuldenfrei. Das Finanzergebnis wird auch unter Berücksichtigung der durch den Verkauf der Highlight Communications AG-Aktien zukünftig entfallenden Dividende erheblich verbessert.Durch den Abschluss der vorgenannten Vereinbarung mit der Highlight Event and Entertainment AG ist der Bestand der Constantin Medien AG gesichert. Der Abschlussprüfer hat ein uneingeschränktes Testat erteilt und die im Geschäftsbericht 2016 erwähnten erheblichen Liquiditätsrisiken wurden deutlich verringert.

Olaf G. Schröder, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG: „In den letzten Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres ist es uns mit vereinten Kräften gelungen, den Bestand der Constantin Medien-Gruppe zu sichern und unseren Konzern operativ wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Innerhalb weniger Monate haben wir die Stolpersteine aus dem Weg geräumt und unsere Strategie für einen auf den Sport fokussierten Konzern erfolgreich weiterverfolgt. Wir haben die Konzernfinanzierung gesichert, Finanzierungskosten reduziert, kostspielige Rechtsstreitigkeiten beendet und den Konzern verschlankt und entschuldet. Alle diese positiven Ergebnisse täuschen aber nicht darüber hinweg, dass wir noch ein gutes Stück Weg vor uns haben. Zu lange waren wir auf strategischem Schlingerkurs. Was die Finanzkennzahlen betrifft, so wird allein der durch die Entkonsolidierung der Highlight-Gruppe asymmetrische Vorjahresvergleich auf Konzernebene auch im ersten Halbjahr 2018 zur Ausweisung geringerer Umsätze führen. Das soll aber nicht den Blick dafür verstellen, dass wir erfolgreich in unseren zentralen Geschäftsfeldern im Sportbereich arbeiten.“

Entwicklung des Geschäftsfelds Sport Der Umsatz im Sportgeschäft betrug 139,1 Mio. Euro und musste damit einen Rückgang um 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Nachdem der Produktionsrahmenvertrag von Plazamedia mit Sky Ende Juni 2017 ausgelaufen war, blieb das Neukundengeschäft unter den Erwartungen und konnte den Wegfall nicht kompensieren. Die Marktanteile von SPORT1 lagen in der Kernzielgruppe nahezu auf Vorjahresniveau. Erfreuliche Quoten-Entwicklungen verzeichnete SPORT1 unter anderem mit „Der CHECK24 Doppelpass“, den in der Hinrunde 2017/2018 im Schnitt 1,01 Mio. Zuschauer schauten – ein neuer Bestwert seit Formatstart 1995. Weitere Quoten-Highlights 2017 waren unter anderem die UEFA Europa League, die Darts-WM mit neuen Rekordquoten oder auch die packende Eishockey Heim-WM 2017.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 Für 2018 erwartet die Constantin Medien AG auf Konzernebene einen signifikant niedrigeren Umsatz gegenüber den Vorjahren aufgrund des ganzjährigen Wegfalls der Konsolidierung der Highlight Communications AG. Auf Basis der aktuellen Einschätzungen und der operativen Entwicklung der Sportgesellschaften geht der Vorstand der Constantin Medien AG für das Geschäftsjahr 2018 gegenwärtig von einem Konzernumsatz von 110 Mio. Euro bis 130 Mio. Euro aus. Unter Berücksichtigung der Holding-Kosten sowie des Finanzergebnisses und Steuern erwartet der Vorstand ein auf die Anteilseigner entfallendes Konzernergebnis von -1,5 Mio. Euro bis -4,5 Mio. Euro.

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