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Springer-CEO auf der Rockstars-Bühne: Döpfner streitet mit EU-Kommissar beim OMR-Festival 2018 über ePrivacy

Springer-CEO und BDZV-Chef Mathias Döpfner äußert sich am Donnerstag beim OMR Festival zum Thema ePrivacy
Springer-CEO und BDZV-Chef Mathias Döpfner äußert sich am Donnerstag beim OMR Festival zum Thema ePrivacy

Beim Festival der "Online Marketing Rockstars" werden morgen zwei Protagonisten im Streit um ePrivacy erstmals gemeinsam auf der Bühne sein: EU-Kommissar Andrus Ansip, dessen Büro für die Ausarbeitung der Verordnung verantwortlich zeichnet, auf der einen Seite. Ihm gegenüber steht Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer und Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger.

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Auch Florian Heinemann, jetzt Geschäftsführer des Venture-Capital-Unternehmens Project-A und ehemals Geschäftsführer von Deutschlands größten Startup-Inkubator Rocket Internet, befürchtet negative Auswirkungen der ePrivacy Verordnung auf die digitale Wirtschaft. Vierter Teilnehmer des Panels ist Guillaume Liegey, Gründer und CEO von Liegey Muller Pons. Das französische Startup verhalf mit seinen Datenanalysen im vergangenen Jahr Emmanuel Macron und seine Bewegung En Marche zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl.

Die von der EU angekündigte ePrivacy-Verordnung wird möglicherweise viele Geschäftsmodelle und Mechanismen des Internets über den Haufen werfen.Die Verordnung soll unter anderem Fragen des On- und Offline-Trackings regeln. Dabei stimmte im Oktober des Vergangenen Jahres der Innen- und Justizausschuss des Europäischen Parlament mit knapper Mehrheit für den Vorschlag, der sich für einen besseren Verbraucherschutz bei der kommerzielle Verwertung von Kommunikationsdaten einsetzt. So soll es Unternehmen künftig nicht gestattet sein, die Kommunikationsdaten ihrer Kunden für andere Zwecke als den Betrieb eines Dienstes zu nutzen, ohne die Kunden um Einwilligung zu bitten. Eine Ausnahme soll lediglich für die statistische Messung von Nutzungsverhalten ohne Profilbildung gelten.

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Das Ergebnis sorgte bei fast allen Interessensverbänden für Empörung. Sie hoffen jetzt auf den EU-Ministerrat, der gegensteuern soll, sonst drohten “dramatische Auswirkungen auf die Finanzierung von professionellem Journalismus in der digitalen Welt”, so die Verlegerverbände VDZ und BDZV. Weiter heißt es: „Deutschland muss nun seine zögerliche Haltung aufgeben und mit Nachdruck für eine Regelung eintreten, die Datenschutz und legitime Geschäftsmodelle offener Webangebote berücksichtigt. Anderenfalls drohen irreversible Schäden für die Zukunft der freien Presse.“

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