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Neuer Kurssturz: Nach FTC-Ermittlungen droht Facebook Billionenstrafe – weitere 25 Milliarden Dollar Börsenwert weg

Steht in der Dauerkritik: Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Steht in der Dauerkritik: Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Das Facebook-Fiasko geht in die nächste Runde. Nach dem Kurssturz im Zuge der Enthüllungen im Cambridge Analytica-Datenskandal bricht Facebook an der Wall Street heute weiter ein. Nochmals 25 Milliarden Dollar an Börsenwert wurden ausradiert, nachdem die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC Ermittlungen gegen Facebook wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz eingeleitet hat. Aktionäre sorgen sich, dass das Social Network mit empfindlichen Strafen belegt werden könnte.

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Mark Zuckerberg erlebt seine schwärzesten Tage seit dem völlig missratenen Börsengang 2012. In gerade einmal 48 Stunden hat der Internetgigant 65 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren; nach gestern 38 Milliarden wurden heute beim Kurssturz auf nur noch 163 Dollar nochmals 27 Milliarden Dollar vernichtetet.

Der Auslöser nach dem Horrormontag, an dem die Enthüllungen um den Cambridge Analytica-Datenskandal Facebook-Aktionäre wie ein Schock trafen, sind heute die möglichen Konsequenzen sichtbar geworden. Nachdem Analysten bereits auf die drohende Gefahr stärkerer Regulierungen hinwiesen, folgte die nächste Hiobsbotschaft nur Stunden später.

Verbraucherschutzbehörde FTC startet Ermittlungen gegen Facebook

Wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg vermeldet, hat die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC Ermittlungen gegen Facebook wegen des Geschäftsgebarens im Datenskandal um Cambridge Analytica eingeleitet. Sieht es die FTC als erwiesen an, dass Facebook dabei gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen hat, droht eine exorbitante Strafe.

Theoretisch könnte die US-Behörde Facebook zu einer Strafe von 2 Billionen Dollar verdonnern: Billionen, nicht Milliarden.  Die Rechnung geht so: Im Falle des Verstoßes gegen das Datenschutzabkommen werden bis zu 40.000 Dollar pro Nutzer fällig.

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Mark Zuckerberg schweigt immer noch

Bewertet die FTC eine Zuwiderhandlung bei den genannten 50 Millionen Profilen, die Cambridge Analytica ohne Nutzerzustimmung ausgelesen und für seine Zwecke genutzt hat, wären es rein rechnerisch 2 Billionen Dollar. Allerdings gelte die Maximalstrafe als unwahrscheinlich, erklärte ein früherer FTC-Mitarbeiter gegenüber der Washington Post.

Was Aktionäre des Internetgiganten in diesen Stunden vermutlich mindestens ebenso verunsichert, ist die anhaltende Sprachlosigkeit der Facebook-Führung. Mark Zuckerberg schweigt auch an Tag vier nach den Enthüllungen des Guardian und der New York Times über den Datenskandal von Cambridge Analytica – und hat die Krise damit maßgeblich verschlimmert. Beim heute eilig einberufenen Town Hall Meeting mit Mitarbeitern ließen sich Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg nicht einmal blicken.

Update am 21. März 2018 um 07.21 Uhr:
Facebook hat mittlerweile auf den Skandal reagiert – und sieht sich als Opfer. Man fühle sich „hintergangen“, heißt es in einer Mitteilung, und sei sich des „Ernstes der Lage bewusst.“

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