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„Aktuell habe ich keine Pläne, in Medien zu investieren“: Carsten Maschmeyer über seine neue Sat.1-Show „Start Up“

„Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ mit Carsten Maschmeyer läuft ab den 21. März, immer mittwochs, um 20:15 Uhr bei Sat.1
„Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ mit Carsten Maschmeyer läuft ab den 21. März, immer mittwochs, um 20:15 Uhr bei Sat.1

Nach “Der Höhle der Löwen” ist vor “Start Up”: Neben seinem Jury-Einsatz in der erfolgreichen Gründer-Show bei Vox, startet Carsten Maschmeyer am Mittwoch bei Sat.1 sein erstes Solo-TV-Format. Im MEEDIA-Interview erklärt der Selfmade-Milliardär warum er derzeit nicht in Medien-Startups investiert, warum und wie er twittert und welchen positiven Einfluss seine TV-Auftritte als Gründer-Coach auf sein Image haben.

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Machen wir einen kleinen Elevator-Pitch: Erklären Sie uns doch mal in 90 Sekunden, warum die Menschen „Start Up!“ schauen sollen?
Carsten Maschmeyer: Ich versuche es mal ohne Sekundenzeiger.

Und Bitte:
Erstmals können Zuschauer im deutschen Fernsehen sehen, wie aus einer reinen Idee ein erster Prototyp und dann ein marktfähiges Produkt wird. Wir bringen die Kandidaten mit Industrieexperten, Patentanwälten und Wirtschaftsprüfern zusammen. Und: Durch die Übungen und Challenges erkennen die Menschen, welche Qualifikationen die Kandidaten brauchen: Sind sie kreativ, können sie verhandeln oder sind sie bereit, morgens um drei Uhr aufzustehen, können sie 36 Stunden ohne Schlaf durcharbeiten? Wie steht es um ihren Mut, ihre Durchhaltekraft, ihren Optimismus? Einen solchen Mix gab es bislang nicht zu sehen.

Knapp unter 90 Sekunden.
Gut.

Gibt es ein internationales Vorbild?
Nein. Das Format ist eine Eigenentwicklung von Sat.1 und Sony Pictures Television. Zudem hat der Produzent Sony durch “Die Höhle der Löwen” schon herausragende Erfahrung in diesem Bereich und ist mir aus dieser Zusammenarbeit vertraut. Da hat dann einfach alles gepasst.

Wie viel “Höhle der Löwe” steckt in der neuen Show?
Die Überschrift über beiden Formaten lautet „Gründen“ und „Startup“. Das ist dann aber auch schon die Verwandtschaft. Das ist wie Eishockey und Beachvolleyball. Das ist beides Sport, zu unterschiedlichen Jahreszeiten, aber mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht – außer, dass beides hochspannend und für den Zuschauer sehr unterhaltsam ist.

Also kein „DHdL“-Klon?
Zum ersten Mal hatte ich die Möglichkeit, eine Person, in die ich investieren will, acht Wochen lang intensiv zu erleben: in Stresssituationen, in Wettbewerbssituationen, beim Streit mit Kollegen etc. Bei DHdL dauert ein Pitch bei der Studioaufnahme in der Regel ein bis zwei Stunden und wird dann für die TV-Version auf 15 bis 20 Minuten gekürzt, auch um Wiederholungen bei der Fragerunde zu vermeiden. Diesmal aber habe ich gemeinsam mit meinem Kompetenz-Team hunderte Stunden mit den Kandidaten verbracht. Das war sehr hilfreich, denn für mich ist die Person noch wichtiger als das Produkt. Das ist ähnlich wie bei einer Immobilie: Dort ist das wichtigste Bewertungskriterium Lage, Lage, Lage. Sie können Anbauen, Umbauen, Streichen, Wände rausreißen, aber die Lage bleibt. Das ist auch bei Gründern so. Das Produkt kann man immer verändern, nicht aber die Person.

Neben den Personen. Worauf legen Sie bei Ihren Investitionen sonst noch viel Wert?
Irgendeinen Superlativ muss ich spüren; beispielsweise muss das Produkt für die Zielgruppe bzw. die Anwender und Käufer etwas besser, bequemer, günstiger oder schneller machen. Wo das nicht so ist, ist auch kein großes Potential.

Auf Branchen bezogen. Gibt es Bereiche in die Sie lieber investieren: Also lieber in Finanzprodukte als in Software?
Es ist natürlich am schönsten, wenn man ein Geschäftsmodell hat, das gut skalierbar ist und sich internationalisieren lässt. Das macht einfach mehr Freude. Ich glaube aber auch, dass derzeit der beste Fokus ist, keinen Fokus zu haben. Niemand kann sinnvollerweise sagen: Ich suche jetzt nach dem zweiten Facebook oder nach dem zweiten Amazon. Denn diese Ideen gibt es schon. Wir werden andere, neue und große Geschäftsmodelle erleben.

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„Wenn ein Superlativ dabei wäre, würde ich mich auch mit einer Medien-Innovation beschäftigen“

Würden Sie denn heute in Medien investieren?
Jetzt wären Sie eigentlich dran mit ihren 90 Sekunden.

Oha, also (grummel, grummel)…
Aktuell habe ich keine Pläne, in Medien zu investieren. Aber wenn ein Superlativ dabei wäre, das Produkt günstiger, besonderer oder schneller wäre, dann würde ich mich auch mit einer Medien-Innovation beschäftigen.

Glauben Sie, dass Ihre Fernsehauftritte Ihr Image verändert haben?
Es ist ein Unterschied, ob sie wie ich früher Chef einer börsennotierten Firma waren und vor Analysten und Wirtschaftsjournalisten die von den Investor-Relations- Leuten aufbereiteten und von der Presseabteilung „weichgespülten“ Texte ablesen oder ob sie im Coaching mit Gründern völlig live zu sehen sind. Da sieht man natürlich viel mehr den Menschen, wie er wirklich agiert und spontan reagiert. Meine Frau hat mir schon seit langem gesagt: ‚Sei doch mal so, wie wir Dich kennen, hau doch mal die Sprüche raus, wie am Frühstückstisch.‘

Glauben Sie, dass die Top-Manager in ihrer Außendarstellung authentischer werden müssten. Zeigen, wie sie eigentlich sind?
Das tun ja die ersten schon. Die ersten CEOs zeigen sich via Social-Media schon viel lockerer und nahbarer. Wer immer nur perfekt sein will, weckt automatisch Antipathie: Perfektion weckt Aggression!

Sie sind jetzt auch bei Twitter. Twittern sie selbst?
Ich mache das selbst. Lasse mir aber auch mal von Profis helfen. Die Resonanzen sind bereits durchaus gut. Besondere Freude hatte ich an unserem Twitter-Pitch. Der führte sogar die Twitter-Trend- Charts an.

Letzte Frage: Würden Sie in Ihre eigenen Sendung investieren?
Ja, klar. Sonst hätte ich es nicht gemacht. Ich habe das Teuerste rein gegeben, was ich habe: meine eigene Zeit.

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