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iPhone X unter akutem Flopverdacht: Die Citigroup erwartet nun den totalen Absatzeinbruch

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Immer kritischer beäugt: Apples neues Smartphone-Flaggschiff iPhone X © Apple

Die Hiobsbotschaften für das iPhone X wollen einfach nicht abreißen. Das generalüberholte iPhone X sollte für Apple eigentlich der ganz große Kassenschlager zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones werden, doch offenkundig verkauft es sich bereits wenige Monate nach dem Marktstart weitaus schlechter als erwartet. In den Chor der Kassandrarufe stimmt nun ebenfalls die Großbank Citigroup ein: Die Wall Street-Institution reduzierte die Absatzschätzungen für das iPhone X im laufenden und vor allem nächsten Quartal dramatisch.

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Die Gründe für die immer stärkere Kaufzurückhaltung beim iPhone X stehen fest. Die renommierte Investmentbank Piper Jaffray hat diese Woche eine Kurzstudie veröffentlicht, in der Besitzer von älteren iPhones angaben, warum sie noch nicht auf das iPhone X upgegradet haben.

Die beiden mit Abstand gewichtigsten Gründe dürften Apple unterdessen kaum gefallen. 31 Prozent waren nicht bereit, die happigen Preisaufschläge für Apples neues Premium-Smartphone auf den Tisch zu legen, das bei 999 Dollar bzw. 1149 Euro für das Einstiegsmodell  beginnt und in der größeren Speicherversion mit 256 GB enorme 1319 Euro kostet.

Alte iPhones zu gut, das iPhone X zu teuer

Der häufigste Grund der Upgrade-Verweigerer ist jedoch ein anderer: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass das alte iPhone schlicht noch gut funktioniere. Zwar kann sich Apple-CEO Tim Cook damit über hohe Kundenzufriedenheit freuen, gleichzeitig jedoch bremst der immer längere Lebenszyklus der alten Geräte offenkundig die Absätze des neuen Flaggschiffmodells.

Die Folgen versuchen Analysten in Dollar und Cent inzwischen fast täglich mit immer neuen Herunterstufungen ihrer Absatzprognosen  einzupreisen. Den Anfang unter den amerikanischen Großbanken machte im Januar JP Morgan. Im ersten Quartal soll Apple demnach nur noch 20 Millionen Einheiten seines hochpreisigen OLED-Flaggchiffs fertigen lassen – die Hälfte des ursprünglich anvisierten Produktionsvolumens hatte das Dow Jones-Mitglied  vor sechs Wochen vorausgesagt – und Apple danach an der Börse abstürzen lassen.

Auch die Citigroup senkt den Daumen

Doch die Einschätzung war offenkundig noch zu optimistisch: Am Wochenende strich die 1895 von der Wall Street-Legende John Pierpont Morgan gegründete Traditionsbank ihre Absatzschätzungen für das OLED-iPhone abermals zusammen – auf nun nur noch 15 Millionen Einheiten im laufenden und sogar nur 10 Millionen Einheiten im Juni-Quartal.

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Dass selbst diese zweifach reduzierten Verkaufsprognosen zu hoch gegriffen sein könnten, stellte heute eine andere Wall Street-Institution in den Raum: In einer neuen Research-Note, die dem Business Insider vorliegt, reduzierte auch die Citigroup ihre Absatzprognosen für die nächsten beiden Quartale drastisch. So rechnet das Dow Jones-Mitglied im  März-Quartal nun nur noch mit 14 Millionen iPhone X statt wie zuvor erwartet 27 Millionen Stück.

Verkauft Apple im zweiten Quartal nur noch 7 Millionen verkaufte iPhone X?

Im Dreimonatszeitraum von Anfang April bis Ende Juni wird es dann ganz bitter: Die Citibanker rechnen im zweiten Quartal gerade mal mit noch 7 Millionen verkauften Einheiten des noch vor Monaten hochgehypten Flaggschiff-Smartphones aus Cupertino. Bestätigt sich der Trend, dürfte das iPhone X als einer der größeren Flops in die jüngere Historie des Kultkonzerns aus Cupertino eingehen.

In der Folge senkt die Citi auch insgesamt ihre Absatzschätzungen für Apples Smartphones: So rechnen die Citi-Analysten in den ersten sechs Monaten nun nur noch mit 92 Millionen verkauften iPhones statt wie bisher erwartet 108 Millionen Stück.

Apples iPhone X-Superzyklus wäre demnach Geschichte. Ihre Hoffnungen haben Analysten und Anleger unterdessen bereits auf das nächste Fiskaljahr verschoben, in dem Apple gleich drei neue iPhone-Modelle vorstellen soll – darunter ein Maxi-OLED-iPhone mit einer Bildschirmdiagonale von 6,5 Zoll.

 

 

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