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Umfrage im Auftrag des WDR: Vertrauen in Mainstreammedien steigt um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Die Glaubwürdigkeit der Medien nimmt zu: Einer infratest-Umfrage zufolge ist der Rückhalt der Bevölkerung um acht Prozent gestiegen
Die Glaubwürdigkeit der Medien nimmt zu: Einer infratest-Umfrage zufolge ist der Rückhalt der Bevölkerung um acht Prozent gestiegen

Jahrelang identifizierten Meinungsbarometer ein sinkendes Vertrauen in die Massenmedien – der Konflikt zwischen Ost und West, der Umgang mit der Flüchtlingskrise sollten Glaubwürdigkeit gekostet haben. Gelingt es Journalisten, das Vertrauen zurückgewinnen? Laut dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap lautet die Antwort ja – 2017 sei das Vertrauen in der Bevölkerung um acht Prozent gestiegen.

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Das ergibt eine repräsentative Umfrage, die vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Auftrag gegeben wurde. 65 Prozent der deutschen Bevölkerung schätzen demnach das Informationsangebot von Radio, Fernsehen wie auch der Presse als glaubwürdig ein.

Während der Anstieg innerhalb der Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent beträgt, bedeuten die Werte im Vergleich zum Jahr 2015 sogar einen Anstieg um 13 Prozent.

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Der Umfrage zufolge genießen die öffentlich-rechtlichen Medien das meiste Vertrauen. 82 Prozent schätzen das Radio als glaubwürdig ein, gefolgt vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Das Institut befragte die Teilnehmer auch nach der Bedeutung des öffentlich-rechtlich finanzierten Systems. In der Schweiz wird derzeit über die Abschaffung der Rundfunkgebpühren. 83 Prozent der Befragten halten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland demnach für nicht verzichtbar.

Gestiegen ist auch das Vertrauen in die Presse. 71 Prozent der Deutschen halten Tageszeitungen für glaubwürdig. Das ist ein Anstieg um sechs Prozent. Wachstum in Sachen Vertrauen verzeichnen auch private Radio- und Fernsehstationen, deren Rückhalt in der Bevölkerung um sechs bzw. zwei Prozent gestiegen ist. Nur 30 Prozent halten das allgemein gehaltene „Internet“ für glaubwürdig (plus drei Prozent). Nach sozialen Medien und Netzwerken wie Facebook gefragt, fällt die Beurteilung so aus: Lediglich fünf Prozent (minus drei Prozentpunkte) der Befragten halten sie für glaubwürdig, 75 Prozent (plus vier Prozentpunkte) bewerten die sozialen Medien als „weniger glaubwürdig“.

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