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Die 50 umsatzstärksten Zeitschriften Deutschlands: viele Verlierer, Spiegel, stern und Focus bleiben vorn

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35 der 50 umsatzstärksten deutschen Publikumszeitschriften haben im Jahr 2017 weniger Geld im Einzelhandel, per Abo und im Anzeigengeschäft umgesetzt als 2016. Vor allem für Titel wie die Für Sie, ADAC Motorwelt, Computer Bild, Elle und InTouch lief das Jahr nicht wie gewünscht: Sie büßten jeweils mehr als 10% ihres Vorjahresumsatzes ein.

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Die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus belegen weiterhin die Plätze auf dem Siegertreppchen: Der Spiegel liegt dabei mit 228,1 Mio. Brutto-Umsatz klar vor dem stern (184,0 Mio.), der wiederum einen deutlichen Vorsprung vor dem Focus (139,2 Mio.) hat. Der Focus könnte bei einer ähnlichen Entwicklung 2018 allerdings seinen dritten Platz verlieren, denn auf Rang 4 holt die Hörzu mit einem 1,5%-Umsatz-Plus auf und liegt nur noch 2 Mio. Euro hinter dem Focus.

MEEDIA errechnet die Zeitschriftenumsätze traditionell zweimal im Jahr aus den Brutto-Werbeumsätzen laut Nielsen, sowie den Brutto-Vertriebsumsätzen aus Abos und Einzelverkauf. Die Vertriebs-Daten übernehmen wir aus der Fachzeitschrift der neue vertrieb. Dort werden aus Abo-, bzw. Copypreis, sowie Abo- bzw. Einzelverkaufsauflage laut IVW die Brutto-Umsätze in den beiden Segmenten errechnet. Die Zahlen für das Jahr 2016 finden sich in der dnv-Ausgabe 2/2018. In Fällen, in denen ein Titel nicht in der Vertriebs-Top-100 der dnv auftauchen, haben wir den Umsatz nach der gleichen Methodik selbst errechnet. Natürlich handelt es sich bei den errechneten Daten nicht um tatsächliche Umsätze. So werden Abo- oder Anzeigen-Rabatte beispielsweise nicht mit einberechnet. Die echten Umsätze kennen nur die jeweiligen Verlage, die hier präsentierten Brutto-Zahlen sind dennoch ein interessantes Indiz für die Marktmacht der einzelnen Titel.

Auf Platz 5 der Tabelle findet sich der größte Gewinner des Jahres: die Bunte. Sie gewann sowohl im Vertrieb, als auch beim Werbeumsatz hinzu, insgesamt liegt sie 11% über dem Vorjahr. Ein Grund für das Vertriebs-Plus: eine Preiserhöhung von 3,40 Euro auf 3,70 Euro im Jahr 2017 bei gleichzeitig recht stabilen Verkaufszahlen. Ebenfalls insgesamt im Plus liegen auf den Rängen 1 bis 25 neben Hörzu und Bunte die Brigitte, TV 14, das TV-Supplement rtv, das natürlich keine Vertriebsumsätze erzielt, dafür aber im Werbemarkt zulegt. Außerdem: die Auto Bild und TV Hören und Sehen. Außer der Bunten liegen die Gewinner dabei aber nur leicht über den Zahlen aus 2016.

Deutliche Verluste erzielte auf den ersten 5 Rängen prozentual gesehen vor allem TV Movie: 8,7% unter 2016 liegt das Programmie. In beiden Teilen – Vertrieb und Werbung – verlor TV Movie deutlich Brutto-Umsatz. Über 5% unter dem Vorjahr liegen zudem die Bild der Frau, Tina und InStyle.

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Top 50: Brutto-Umsätze der Publikumszeitschriften 2017
Umsatz brutto* 2017 vs. 2016
2017 absolut in %
1 Der Spiegel 228,1 -7,3 -3,1%
2 stern 184,0 -5,3 -2,8%
3 Focus 139,2 -6,8 -4,7%
4 Hörzu 137,2 2,0 1,5%
5 Bunte 135,8 13,5 11,0%
6 TV Digital 120,4 -3,1 -2,5%
7 Bild der Frau 108,3 -6,0 -5,3%
8 Brigitte 108,2 1,4 1,3%
9 TV 14 94,5 0,2 0,2%
10 rtv West 93,6 9,6 11,5%
11 Auto Bild 85,9 0,5 0,6%
12 TV Movie 79,4 -7,6 -8,7%
13 TV Hören und Sehen 78,9 0,2 0,2%
14 TV Spielfilm 72,4 -3,7 -4,8%
15 Freundin 71,9 -0,6 -0,9%
16 Gala 71,4 -2,4 -3,2%
17 Auf einen Blick 71,2 -0,2 -0,3%
18 Freizeit Revue 70,9 -1,9 -2,6%
19 Auto, Motor und Sport 70,3 -1,4 -2,0%
20 Wirtschaftswoche 58,8 -0,5 -0,9%
21 Neue Post 57,9 -2,2 -3,6%
22 Tina 56,6 -3,2 -5,3%
23 Sport Bild 55,8 -2,4 -4,2%
24 InStyle 52,3 -3,4 -6,2%
25 kicker (Montag + Donnerstag) 50,7 -1,9 -3,6%
*Brutto-Vertriebsumsatz + Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro
Rohdatenquellen: der neue vertrieb, Nielsen, MEEDIA / Berechnung und Tabelle: MEEDIA

Auf den Rängen 26 bis 50 finden sich sogar fünf Titel mit einem Umsatz-Minus von mehr als 10%: die ADAC Motorwelt büßte im Werbemarkt 15,1% ein, die Computer Bild verlor insgesamt 14,5%, Elle 13,0%, Für Sie 17,4% und InTouch 10,9%. Auf der anderen Seite gibt es auch vier Magazine, die sich um mehr als 10% steigerten, allerdings sind das ausnahmslos Supplements und Kundenmagazine, die ihr Wachstum dem Anzeigengeschäft verdanken, weil sie keine Vertriebsumsätze erzielen: prisma West, rtv Ost, Prisma Ost und die Apotheken Umschau A.

Top 50: Brutto-Umsätze der Publikumszeitschriften 2017
Umsatz brutto* 2017 vs. 2016
2017 absolut in %
26 ADAC Motorwelt 49,1 -8,8 -15,1%
27 prisma Gesamt West 46,9 5,8 14,2%
28 c’t 44,3 -2,8 -6,0%
29 Das neue Blatt 43,7 -0,7 -1,7%
30 Super Illu 42,5 -0,3 -0,6%
31 Vogue 41,3 -3,4 -7,7%
32 TV Direkt 40,9 1,6 4,0%
33 Glamour 40,5 -2,2 -5,1%
34 Funk Uhr 39,3 0,8 2,0%
35 Cosmopolitan 38,3 1,5 4,0%
36 Computer Bild 36,7 -6,2 -14,5%
37 Die Aktuelle 36,0 -1,2 -3,3%
38 Elle 36,0 -5,4 -13,0%
39 rtv Ost 35,7 3,7 11,5%
40 Für Sie 35,0 -7,4 -17,4%
41 Fernsehwoche 35,0 -0,8 -2,2%
42 Landlust 34,7 -2,4 -6,5%
43 Schöner Wohnen 34,1 -1,7 -4,9%
44 Grazia 32,5 -1,8 -5,4%
45 InTouch 31,0 -3,8 -10,9%
46 prisma Gesamt Ost 29,2 2,9 11,1%
47 Geo 28,8 0,3 1,2%
48 Lisa 27,3 -0,3 -1,1%
49 Freizeitwoche 26,8 -0,3 -1,2%
50 Apotheken Umschau A 26,5 2,8 11,7%
*Brutto-Vertriebsumsatz + Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro
Rohdatenquellen: der neue vertrieb, Nielsen, MEEDIA / Berechnung und Tabelle: MEEDIA

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