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BVDW-Studie: AdBlocker-Beliebtheit wegen nerviger Digitalwerbung ungebrochen auf hohem Niveau

Dirk Maurer vom BVDW plädiert für weniger störende Digitalwerbung
Dirk Maurer vom BVDW plädiert für weniger störende Digitalwerbung

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat neue, optimierte Zahlen vorgelegt, was die Nutzung von AdBlockern in Deutschland betrifft. Demnach nutzen rund ein Viertel (24,74%) der Internet-User AdBlocker Software. Der BVDW sieht den Grund für die ungebrochen hohen Nutzungsraten vor allem in störender und aufdringlicher Digital-Werbung.

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„Der Markt muss den Output an ‚Bad Ads‘ verringern. Zu laute Spots oder zu hohe Bitraten sorgen dafür, dass sich nicht wenige Verbraucher weiterhin AdBlocker installieren“, sagt Dirk Maurer (IP Deutschland), Stellvertretender Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises (OVK) im BVDW. Die Verbreitung von „schlechter Werbung“ und damit einhergehend die Nutzung von AdBlockern gefährdeten die Finanzierung kostenfrei zugänglicher Inhalte im Internet

Die Coalition for Better Ads, in der der BVDW Mitglied ist, hat in einer Studie ermittelt, welche Werbeformate beim Nutzer am schlechtesten ankommen. Wenig überraschend handelt es sich dabei vor allem um aufdringliche Werbe-Formate, die große Teile des Bildschirms einnehmen und sich nur schwierig entfernen lassen. Bei Desktop-Computern am unbeliebtesten sind demnach Popups, Autoplay-Videos, große Anzeigenformate, die erst nach Ablauf eines Countdowns entfernt werden können („Prestitial Ads with Countdown“) sowie „Lage Sticky Ads“, also Werbeformate, die fest auf einer Website „installiert“ sind und nicht entfernt werden können.

Bei Mobilgeräten sind laut der Untersuchung der Coalition for Better Ads u.a. auch Popups und Prestitial Ads besonders unbeliebt. Ebenso (natürlich) wie animierte Flash-Werbung und die notorisch unbeliebten Autoplay-Videos.

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Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung lag laut BVDW im vierten Quartal 2017 bei 24,74 Prozent. Im dritten Quartal 2017 lag der Anteil bei 24,05 Prozent. Das bedeutet zwar auf den ersten Blick eine deutliche Steigerung zu 20,44 Prozent im zweiten Quartal 2017. Hierfür ist jedoch vor allem die neue Messmethode verantwortlich. „Wir können nun einen noch genaueren Wert ausweisen, was uns leider zeigt, dass die Adblocker-Rate zuvor unterschätzt wurde“, sagt Maurer. „Die Branche muss besser darauf achten, weniger störende Werbung zu verbreiten.“

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Alle Kommentare

  1. Was die „Verlage“ sich an „Werbung“ erlauben, ist übler Parasitismus.

    Der Begriff der Lügenpresse wird erheblich untermauert durch das kriminelle Verhalten der Medien bei der Werbung.

    Daß „die Medien“ das nicht wahrnehmen wollen, zeigt
    a) ihre moralische Verkommenheit und
    b) ihre hohe kriminelle Energie.

    Freie Server werden in absehbarer Zeit die etablierten Medien ersetzen.

  2. Ich finde das ist ein merkwürdiger Artikel für ein Portal, welches selber Werbung einblendet. Na gut, deutlich weniger als bei der FAZ, FOCUS oder Süddeutschen, aber immerhin. Ich als Verantwortlicher hätte nichts zu diesem Thema publiziert.

    Online Werbung ist für mich sowas wie Stalking.

    1. Was ist denn dann Offline-Werbung für Sie? Sowas wie Erpresserbriefe?

      Das ist doch, mit Verlaub, Unfug. Die Werbefinanzierung von Medien ist ein etabliertes Verfahren, bei dem schlussendlich die Nutzer Zeit gegen Geld tauschen. Je mehr Sie für eine Publikation in Geld zu zahlen bereit sind, um so weniger müssen Sie – in der Regel jedenfalls – Ihre Zeit zu deren Finanzierung zur Verfügung stellen.

      Bei den Beschwerden geht es doch vor allem um Freiwilligkeit. Kann man in jedem einzelnen Fall selbst bestimmen, ob man die Werbung anschaut, kann man es von der Qualität abhängig machen? Oder bekommt man sie einfach vor das Auge und das Ohr geklebt, als Zwang aufgedrückt?

      Nett, dass der Verbandssprecher das einsieht und selbst Verbesserungen fordert. Nutzlos, weil ihm ganz offenkundig seine Schäflein nicht folgen. Wer durchzieht und auf die Nutzer keine Rücksicht nimmt, gewinnt kurzfristig. Langfristig verlieren dann alle.

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