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Welt Club mit Startproblemen: Axel Springer trennt sich von Mitgesellschafter

Welt-Geschäftsführerin Kristina Faßler
Welt-Geschäftsführerin Kristina Faßler

Willkommen im Club: Axel Springer hatte Anfang 2017 angekündigt, seine blaue Gruppe mit einem Premium-Angebot aufzuwerten. Der Welt Club sollte sich an einen elitären Kreis von Firmenlenkern aus der Großindustrie, mittelständischer Familienbetriebe, Entrepreneure und Gründer richten. Doch daraus wurde bislang nichts. Grund hierfür ist Ärger im Gesellschafterkreis der WeltClub GmbH. Jetzt will Springer das Projekt neu anschieben.

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Das Veranstaltungsprogramm klang vielversprechend: Fliegenfischen in Schottland, Golfen auf Mauritius, Museumsbesuche in Tel Aviv, Kaminabende mit hochgestellten Persönlichkeiten und Kunstevents mit ausgewählten Gemälde-Liebhabern aus aller Welt, die ihre private Sammlungen öffnen. Im vergangenen Jahr hatte das Berliner Medienhaus Axel Springer verkündet, die blaue Gruppe um ein Premium-Angebot auszubauen. „Der Welt Club ist ein privater Mitgliederclub, der Entscheider aus Wirtschaft und Politik, Vordenker, Entrepreneure und Gründer miteinander vernetzen will“, erläuterte Welt Club-Geschäftsführerin Kristina Faßler damals die Idee gegenüber MEEDIA. Das war im April vergangenen Jahres.

Doch bislang ist nichts passiert. Grund hierfür ist, dass sich der Welt Club von seinem Co-Geschäftsführer Robert Troll getrennt hat. Er galt als einer der wesentlichen Akteure, die die Idee umsetzen sollten. Troll ist Eventmanager und organisiert unter anderem Golf-Events. Doch die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann entsprach offenbar nicht den Erwartungen der Berliner. Daher zog Springer die Reißleine, heißt es in Verlagskreisen. Doch das Zerwürfnis mit Troll kam für die blaue Gruppe zur Unzeit. Anfang diesen Jahres hatte Axel Springer den Nachrichtensender N24 in Welt umbenannt. Ob TV, Print oder Online – erstmals tragen fast alle journalistischen Angebote der blauen Gruppe den Namen Welt. Ein idealer Zeitpunkt, um die Club-Idee im Markt einzuführen. „Wir wollen mit dem Welt Club nicht nur Menschen vernetzen und dadurch eine eigene Community schaffen. Unser Ziel ist es, die Marke Welt weiter zu profilieren“, erklärt Faßler einst die Vorteile des Konzepts.

Wann jetzt der Welt Club startet, ist hingegen offen. Zunächst sucht Axel Springer einen neuen Partner, der das Vorhaben organisatorisch begleiten soll. Über die Gründe für den Rückzug des Mitgeschäftsführers Troll hält sich Faßler indes bedeckt: „Wir haben uns im Herbst von meinem Geschäftsführerkollegen Robert Troll getrennt und zum Jahresende ist er auch als Gesellschafter ausgeschieden“, erklärt sie. Troll war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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Entstanden ist die Clubidee aus einer langen Ära von Events, mit der die Welt-Gruppe seit Jahren ihren Profit steigert – vor allem mit dem Welt-Wirtschaftsgipfel. „Es war die Erfahrung aus Welt-Wirtschaftsgipfel, Literaturpreis, Kunstausgabe oder Guest Edition und den entsprechenden Veranstaltungen mit wirklich einzigartiger Atmosphäre, die uns Anregung war, das Vernetzen von Menschen, die etwas bewegen und die auch den Austausch suchen, in eine neue Form zu bringen. Insofern waren wir uns sozusagen selbst Vorbild“, betont die Geschäftsführerin einst.

Ob Privatpersonen oder Unternehmen – Axel Springer plant, den Club über Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. Das Konzept sieht vor, dass Unternehmen die Membership etwa als Goodie für Spitzen-Manager einsetzen könnten, um diese für besondere Leistungen zu belohnen. Als weitere Erlössäule des Clubs hatte Faßler in der Vergangenheit auch Sponsoren wie Hotels oder Inhaber von Golfplätzen genannt.

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