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Volle Konzentration auf Englisch: Springer-Joint-Venture Politico stellt seinen deutschen Newsletter ein

Politicos Letter-Schreiber: Ryan Heath und Florian Eder
Politicos Letter-Schreiber: Ryan Heath und Florian Eder

Seit dem Start des europäischen Politicos schreibt Florian Eder seinen Morgen-Europa-Newsletter. Damit ist ab dem 12. März Schluss. Dann übernimmt der ehemalige Welt-Reporter das Letter-Flaggschiff der Brüsseler, das Playbook. Damit verbunden wechselt Eder auch die Sprache und schreibt künftig auf Englisch. Gleichzeitig bedeutet das auch das Ende der deutschen Newsletter beim Springer-Joint-Venture.

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Eine mögliche strategische Schlussfolgerung dieses Schrittes: Der deutsche Markt ist den EU-Berichterstattern nicht mehr so wichtig. Dem widerspricht Politico jedoch. Auf MEEDIA-Anfrage heben die Brüsseler hervor, dass Deutschland noch immer unter den Zielmärkten zu den Top-Prioritäten gehören würde. Zudem werde man auch weiterhin die Möglichkeiten prüfen, ein neues deutsches Briefing zu lancieren.

Für Eder bedeutet der Wechsel ein Aufstieg. So übernimmt er schließlich künftig das reichweitenstärkste E-Mail-Produkt von Politico. Die derzeitige Abonnentenzahl soll bei über 77.000 Kunden liegen. An wie viele elektronische Postfächer Morgen Europa bislang ausgeliefert wurde, wollen die Brüsseler aber nicht verraten. Allerdings kündigten sie bereits an, dass der deutsche Abonnentenstamm dem Playbook-Verteiler hinzugefügt werden wird.

Bislang verfasste Ryan Heath, Australier und ehemaliger Sprecher der EU-Kommissarin Neelie Kroes, das Playbook. Er soll sich künftig als Political Editor um die anstehende Europawahl und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells kümmern. Seinen Podcast EU Confidential behält Heath.

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In eigener Sache schreibt Eder am heutigen Dienstagmorgen in seinem Letter:

Das wird sich bei Playbook ändern: Unsere Art der Morgenzeitung für Europa wird die kontinentale Stimme bekommen, die Sie schon von Morgen Europa kennen. Brüssel ist der Ort, an dem europäische Entscheidungen getroffen werden, Brüssel hat eine überaus lebendige politische Szene und politisches Personal, das journalistisch begleitet werden will. Zugleich ist Brüssel nicht Selbstzweck, sondern auch der Ort, an dem sich Straßen von Berlin, Paris und Rom, von Wien und Warschau treffen.

Die Ansage von Chefredakteur Matt Kaminski über die strategischen Ziele für den personellen Umbau hört sich jedenfalls schon einmal maximal hochfliegend an. “Die Änderung, ein Jahr vor der Europawahl im nächsten Jahr, vor dem großen Spiel um die Ämter in Brüssel und Frankfurt und vor dem Brexit-Tag, spiegelt unseren Ehrgeiz wieder, unschlagbar zu sein, sowohl in Brüssel als auch bei der größeren europäischen Story.”

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