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Über 6 Mio. sehen erstes deutsches Olympia-Gold, „Das Ding des Jahres“ stürzt gegen „DSDS“ auf 10%

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Olympische Winterspiele 2018 im ZDF, Foto: ZDF

Die Olympischen Winterspiele haben nicht nur aus sportlicher Sicht hervorragend begonnen. Am Mittag hatten bereits zahlreiche TV-Zuschauer ZDF eingeschaltet, um Biathlon und Skispringen zu verfolgen. ProSiebens neue Erfinder-Show kämpfte zur zweiten Ausgabe bereits mit Problemen, das größte hieß: „Deutschland sucht den Superstar“.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Die Gold-Disziplinen Biathlon und Skispringen sind die Hits beim deutschen Olympia-Publikum

Zwei mal Gold für deutsche Athleten: Das ist die Bilanz des ersten Tags der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Das spiegelte sich auch im Interesse der TV-Zuschauer an den Wettkämpfen wieder. Nach 12 Uhr verfolgten im ZDF 6,52 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren die Übertragung vom Biathlon-Sprint und waren dabei, als Laura Dahlmeier den Sieg holte – fast jeder zweite Zuschauer, der zu dieser Zeit vor dem Fernseher saß (44,2%), davon 1,42 Mio. 14- bis 49-Jährige (29,6%). Am Nachmittag holte sich dann auch Andreas Wellinger die begehrte Gold-Medaille im Skispringen, im Zweiten hatten zuvor ab 13.45 Uhr im Schnitt 5,11 Mio. eingeschaltet (34,1%). Erfolgreich war kurz zuvor auch Eisschnelllauf (6,11 Mio. und 39,6%), Rodeln verfolgten später 5,02 Mio. (27,9%). Dazwischen schiebt sich die ARD-„Sportschau“ mit den Berichten vom 22. Spieltag in der Fußball-Bundesliga, zu der 5,6 Mio. (21,4%) ins Erste schalteten. Die Zuschauerzahlen für den Discovery-Olympia-Sender Eurosport 1 blieben dagegen auch am Samstag überschaubar. In der Spitze verfolgten zwischen 13.30 Uhr und 16.30 Uhr 380.000 Zuschauer Skispringen (2,2%). Ab 20.15 Uhr interessierten sich 250.000 (0,8%) für den Auftakt von „zwanzig18 – Die Olympia Show“, der unterhaltsamen Tageszusammenfassung mit Marco Schreyl und Julia Kleine.

2. ZDF bleibt den ganzen Abend über erfolgreich mit „Friesland“, „Kriminalist“, „heute journal“, „sportstudio“

Noch dem erfolgreichen Olympia-Mittag hätte sich das Zweite am Abend auch noch fast den Tagessieg im Gesamtpublikum geschnappt, und zwar mit „Friesland: Schmutzige Deals“, das 6,57 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren sehen wollten (und damit nur knapp mehr als Biathlon aus Pyeongchang). Das war ein deutlich besserer Wert als die ZDF-Krimi-Reihe zuletzt im Sommer erzielen konnte, vor fast einem Jahr hatten im Februar aber auch schon einmal deutlich mehr Zuschauer eingeschaltet. Über hervorragende 20,2% Marktanteil, wird man sich in Mainz aber kaum beschweren wollen. 4,48 Mio. (15,6%) blieben danach noch für „Der Kriminalist“ dran, und mit 15,7% und 16,7% waren im Anschluss auch „heute journal“ und „das aktuelle sportstudio“ gefragt. Die meisten Zuschauer hatte allerdings die „Tagesschau im Ersten (7,13 Mio.), was „Gestüt Hochstetten“ im Anschluss wenig brachte (4,07 Mio. und 12,5%).

3. „DSDS“ weitgehend unbeeindruckt von der neuen ProSieben-Show-Konkurrenz

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Gleich mit der zweiten Ausgabe ging’s steil bergab für die neue ProSieben-Erfindershow „Das Ding des Jahres“. Am Freitag mit 14,9% Marktanteil in der jungen Zielgruppe gestartet, folgte nur einen Tag später bereits Show Nummer zwei – das war vielen 14- bis 49-Jährigen aber offensichtlich ein bisschen zuviel Erfinderei. Nur noch 960.000 schalteten (wieder) ein, unterm Strich stehen enttäuschende 10,1%. Das muss für ProSieben auch deshalb ein Warnsignal sein, weil der Samstagabend als regulärer Sendeplatz für die weiteren Ausgaben vorgesehen sind. Zumal sich der Hauptkonkurrent in der jungen Zielgruppe weitgehend unbeeindruckt vom neuen Herausforderer gab. 20,9% Marktanteil für die Castings von „Deutschland sucht den Superstar“ sind zwar schwächer als vor einer Woche, aber halt auch doppelt soviel wie für „Das Ding“. 2,09 Mio. entschieden sich am Abend für RTL, die neuen Folgen von „Take me out“ funktionierten im Schlepptau ebenfalls hervorragend: mit 21,8% und 20,6% (1,76 bzw. 1,23 Mio. junge Zuseher).

4. Siebte „Game of Thrones“-Staffel bringt RTL II vor Vox und kabel eins ins Ziel

Eis, Feuer und ein paar Drachen obendrauf bot zur gleichen Zeit RTL II, wo die siebte Staffel der Fantasysaga „Game of Thrones“ zur besten Sendezeit startete und sehr gute, aber nicht überragende Werte schaffte. Zunächst waren 620.000 14- bis 49-jährige Fans dabei, zur zweiten Folge dann bereits 700.000. Das reichte für 6,2% und 7,0% Marktanteil im jungen Publikum. Vor allem half es offensichtlich auch „Taboo“, das im Anschluss als Premiere lief und 5,8% bzw. 7,0% Marktanteil bei den jungen Zusehern schaffte (0,74 und 0,57 Mio.). Vox kam nur auf 4,7% mit „Last Samurai“ (0,45 Mio.), kabel eins dümpelte mit „Hawaii Five-0“ von 3,7% auf 3,5% zu 4,3% mit „Scorpion“. Zwischen den kleinen und den großen Privatsendern landete Sat.1 im Mittelmaß: 0,84 Mio. und 8,5% für „Percy Jackson – Diebe im Olymp.“

5. SWR erreicht über 1 Mio. mit Karneval aus Saarbrücken, WDR punktet mit närrischem Best-of aus Köln

Zwei Tage vor Rosenmontag mühten sich zahlreiche Dritten Programme, ihre Zuschauer in angemessen närrische Stimmung zu versetzen. Erfolgreich gelang das dem SWR mit „Alleh hopp“, der Prunksitzung der Saarbrücker Karnelvalsgesellschaft, die ab 20.15 Uhr 1,06 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren einschalteten (3,6% Marktanteil). Nur auf 0,59 Mio. (1,8%) kam der WDR mit „Viel Spaß an der Freud: Faszination Karneval“, das bügelte „Jet zo loaache – Das Beste aus dem Kölner Karneval“ mit 1,03 Mio. im Anschluss aber wieder aus (3,5%). Knapp an der Millionengrenze scheiterte „Stimmungshits & Spaß“ im MDR (0,95 Mio., 3,1%). Richtig schlecht lief’s für ZDFneo am krimiabstinenten Abend: Nur 290.000 sahen Owen Wilson in der Komödie „Broadway Therapy“, 500.000 nachher „Million Dollar Baby“ (0,9% und 2,0%).

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