Partner von:
Anzeige

Die große Korrektur der Digital-Aktien: Apple, Google, Microsoft, Amazon und Facebook verlieren eine halbe Billion Dollar an Börsenwert

Höher, wertvoller, reicher:  Kann das Internet-Trio Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Sergey Brin auch 2018 triumphieren?
Höher, wertvoller, reicher: Kann das Internet-Trio Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Sergey Brin auch 2018 triumphieren?

Dramatische Kursturbulenzen an der Wall Street: In der wildesten Handelswoche seit der Finanzkrise 2008/9 mussten Tech- und Internetaktien mitunter schwere Verluste einstecken, ehe Schnäppchenjäger am Freitag den Schaden begrenzten. Bis auf Microsoft befinden sich die fünf wertvollsten Digital-Unternehmen mit Verlusten von mindestens zehn Prozent im Korrektur-Modus. Durch den drastischen Ausverkauf in den vergangenen zwei Wochen haben Apple, Google, Microsoft, Amazon und Facebook in der Spitze eine halbe Billion Dollar an Börsenwert vernichtet.

Anzeige
Anzeige

Das Crash-Gespenst, vor dem sich Anleger im laufenden Jahrzehnt bislang kaum fürchten mussten, ist seit vergangener Woche an der Wall Street wieder präsent. Nach einer panikartigen Verkaufswelle zu Wochenbeginn, die sich phasenweise in einem computergesteuerten Flash Crash entlud, starteten Tech- und Internetaktien mit dem breiten Markt Erholungsversuche, die jedoch schnell in noch heftigeren Abverkäufen gipfelten.

Bis auf Microsoft notieren die fünf wertvollsten Digital-Unternehmen mit einem Minus von mindestens 10 Prozent gegenüber über ihren Allzeithochs inzwischen im Korrektur-Modus:

• Apple: – 13 %
• Alphabet: – 13 %
• Amazon: – 11 %
• Facebook: – 10 %
• Microsoft: – 8,5 %

Entsprechend drastisch verringerte sich die Marktkapitalisierung der hoch bewerteten Digital-Champions, die gleichzeitig die fünf wertvollsten Konzerne der Welt bilden. Wie CNBC vorrechnet, betrug das zusammengenommene Minus im Börsenwert per Handelsschluss am Donnerstag enorme 437 Milliarden Dollar.

In der Spitze eine halbe Billion Dollar Börsenwert vernichtet

Auf dem Höhepunkt des fortgesetzten Ausverkaufs am Freitag überstiegen die addierten Verluste der „Großen Fünf“ im Börsenwert gar die Marke von einer halben Billion Dollar, ehe Schnäppchenjäger im späten Handel das Minus auf 428 Milliarden Dollar begrenzten. Gegenüber den Höchstkursen im Januar hat das Internet- und Tech-Quintett  bis zum Handelsschluss am Freitag wie folgt an Börsenwert eingebüßt:

• Apple: – 122 Milliarden Dollar
• Alphabet: – 110 Milliarden Dollar
• Amazon: – 76 Milliarden Dollar
• Microsoft: – 63 Milliarden Dollar
• Facebook:  –57 Milliarden Dollar

Anzeige

Trotz der happigen Kursverluste der vergangenen zwei Wochen notiert die Hälfte der sogenannten FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix und Google-Mutter Alphabet) dank starker Quartalszahlen weiter im Plus; auch Microsoft kann von seinem Zahlenwerk weiter profitieren:

• Alphabet:  – 0,7 %
• Facebook: – 0,2 %
• Microsoft: + 3 %
• Amazon: + 15 %
• Netflix: + 30 %

Apple 2018 weiter mit deutlichen Kursverlusten

Weiter das Sorgenkind der Techbranche bleibt unterdessen der noch immer wertvollste Konzern der Welt – Apple.  Der iKonzern hat wegen der Sorgen um schwächere iPhone X-Verkäufe seit Januar bereits 8 Prozent an Wert verloren. Zwei Stunden vor Handelsschluss am Freitag, als Apple auf Intraday-Basis bis auf 150 Dollar durchgereicht wurde, war das Minus seit Jahresbeginn sogar bereits auf über 12 Prozent angeschwollen.

Für Apple, aber auch die FANG-Aktien, stellt sich nach einer hoch nervösen Börsenwoche, die dem Leitindex Dow Jones die schwersten Verluste seit der Lehman-Krise 2009 einbrockte, die Billionen-Dollar-Frage: War der abrupte Kurssturz noch eine bereinigende Korrektur nach dem steilen Kursanstieg der vergangenen Jahre oder schon der Beginn vom ganz großen Crash, den bereits manche Investmentlegende befürchtet?

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia