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Turnaround-Quartal: Twitter verdient endlich Geld – und die Umsätze steigen wieder

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Twitters Konzernzentrale in San Francisco

Jack Dorsey kann beim zähen Kampf um den Turnaround einen Achtungserfolg vermelden. Nach drei Quartalen im Rückwärtsgang gelang Twitter die Rückkehr des Umsatzwachstums. Wichtiger noch: Erstmals seit dem Börsengang 2013 konnte der 280-Zeichen-Dienst zudem einen Quartalsgewinn vermelden – und das gleich in Höhe von 91 Millionen Dollar. An der Wall Street legt die Twitter-Aktie im vorbörslichen Handel daraufhin massiv zu.

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Die Hoffnung war groß: Wenn Snap der Turnaround gelingt, warum dann nicht auch dem fünf Jahre älteren Social Media-Pionier Twitter? Entsprechend euphorisch reagierten Anleger nach dem sensationellen Kurssprung der Snapchat-Mutter von 48 Prozent und schickten die Anteilsscheine des 280-Zeichen-Dienstes in Erwartung ebenfalls positiver Quartalsergebnisse gestern bereits um 7 Prozent nach oben.

Der Optimismus hat nicht getrogen:  Tatsächlich hat CEO Jack Dorsey nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten nun das zweite Mal in Folge bei Bilanzvorlage die allerdings auch ermäßigten Erwartungen der Wall Street übertroffen.

Umsätze legen wieder zu

Im Geschäftszeitraum von Oktober bis Dezember konnte Twitter nach dreimal in Folge schrumpfenden Umsätzen nun wieder ein Erlösplus vermelden. Nach Umsätzen in Höhe von 717 Millionen Dollar im Vorjahresquartal setzte der Kurznachrichten-Dienst nunmehr 731 Millionen Dollar um – ein Plus von 2 Prozent, das deutlich die Analystenschätzungen übertraf, die bei 686 Millionen Dollar gelegen hatten.

Vor allem gelang es Twitter nach mehr als vier Jahren an der Börse endlich, ein profitables Quartal auszuweisen. Nach zahlreichen Quartalen mit einem Minus im dreistelligen Millionen-Bereich konnte der gefallene Social Media-Liebling in den 92 Tagen von Anfang Oktober bis Ende Dezember tatsächlich 91 Millionen Dollar verdienen – im Vergleichszeitraum im Vorjahr hatte das Minus noch 167 Millionen Dollar betragen. Auf Proformabasis wies Twitter einen Gewinn je Aktie von 0,19 Dollar aus und konnte damit ebenfalls die Analystenschätzungen überbieten, die noch bei 0,14 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten.

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Nutzerwachstum stagniert, Aktie schießt nach oben

Nur das Nutzerwachstum blieb hinter den Analysten-Erwartungen zurück: Mit 330 Millionen täglich aktiven Twitterern konnte CEO Jack Dorsey im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar einen Zuwachs von 3 Prozent an neuen Mitgliedern verbuchen, gegenüber dem Vorquartal stagnierten die Nutzerzahlen jedoch. Die Wall Street hatte mit 333 Millionen täglich aktiven Nutzern gerechnet.

Anleger hielten sich jedoch mit der Statistik nicht lange auf und beförderten die jahrelang schwer angeschlagene Twitter-Aktie im vorbörslichen Handel um gleich 15 Prozent auf 31 Dollar nach oben. Es ist der höchste Strand, den Twitter seit Oktober 2015 gesehen hat, als Jack Dorsey als CEO installiert wurde.

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