Tarifverhandlungen für Magazin- und Privatfunk-Journalisten: DJV fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt

DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring fordert eine bessere Bezahlung von Journalisten.

Die Arbeitnehmervertreter fordern Zeitschriftenverleger und den Privatfunk zu neuen Tarifverhandlungen auf. Dabei verlangt der Deutsche Journalisten Verband (DJV) einen neuen Tarif mit 4,5 Prozent mehr Einkommen. Auch die Situation von Volontären und Jungredakteuren soll sich mit einer Gehaltsanhebung von mindestens 200 Euro verbessern. Ende April läuft die aktuelle Vereinbarung aus.

von MEEDIA Redaktion

Wie der DJV in einer Mitteilung schreibt, fordern die Arbeitnehmervertreter eine Laufzeit von zwölf Monaten. Das Anliegen ist an Verleger wie auch an den privaten Rundfunk adressiert.

Zuletzt war das Einkommen von Zeitschriftenredakteuren zum 1. September des vergangenen Jahres um 1,6 Prozent angehoben worden. Insgesamt erreichte der DJV mit dem 2016 abgeschlossenen Tarifvertrag eine Erhöhung um 3,1 Prozent. Doch die Inflation der vergangenen beiden Jahre habe den betroffenen Journalisten kein positives Ergebnis beschert, sagt DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring. Bei den Verhandlungen gehe es auch um die Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber ihren Angestellten, so die Argumentation.

Der Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) gibt sich gelassen. Gegenüber MEEDIA erklärte Justitiar Dirk Platte, der Verband habe die Forderungen des DJV zur Kenntnis genommen. Da der aktuelle Gehaltstarifvertrag noch bis Ende April 2018 laufe, werden sich die VDZ-Gremien sich erst „zur gegebenen Zeit“ damit beschäftigen.

Bereits seit Ende Januar verhandelt der DJV zusätzlich mit Zeitungsverlegern über einen neuen Tarifvertrag. Die bisherige Vereinbarung für Zeitungsredakteure war Ende Dezember ausgelaufen. Auch hier tritt der DJV für eine Gehaltserhöhung um insgesamt 4,5 Prozent ein.

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