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Verdacht auf walled gardens: Bundeskartellamt startet Sektoruntersuchung für Online-Werbung

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts (links) und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Die Behörde schaut sich nicht nur das US-Netzwerk an, sondern alle Player
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts (links) und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Die Behörde schaut sich nicht nur das US-Netzwerk an, sondern alle Player

Aufgrund der hohen Bedeutung von Werbung im Online-Bereich über die letzten Jahre, hat das Bundeskartellamt mit Februarbeginn eine Sektoruntersuchung eingeleitet. Die Behörde weist aber ausdrücklich daraufhin, dass es sich lediglich um eine Branchenuntersuchung handle und einzelne Unternehmen nicht analysiert werden.

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Einige Marktteilnehmer haben das Bundeskartellamt darauf hingewiesen, dass es Unternehmen im Online-Bereich geben könnte, die geschlossene Systeme, sogenannte „walled gardens, haben und damit eine Plattform besitzen, auf der der Nutzer eingeschränkt ist. Das Bundeskartellamt geht dem Hinweis nun nach und hat eine Sektoruntersuchung zum Februarbeginn eingeleitet. „Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung für Werbetreibende sowie für Inhalteanbieter im Netz und angesichts der Diskussionen um ein schwieriges wettbewerbliches Umfeld auf diesem Markt, haben wir entschieden, den Bereich zu untersuchen“, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

Dabei sollen einzelne Unternehmen jedoch nicht genauer analysiert werden, sondern nur die Branche an sich. Konkret werden dennoch „einzelne große Unternehmen wie Facebook oder Google“ von Mundt angesprochen. Diese seien mit erheblicher Marktbedeutung entstanden. Man werde zunächst mit verschiedenen Unternehmen sprechen. Damit möchte man die Standpunkte der Gesprächspartner herausfinden und die anstehenden Untersuchungen eingrenzen.

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