Anzeige

Kreative Freiheit wichtiger als Geld: Jung von Matt weiß, was Influencer wirklich antreibt

Leonie Hanne (l.), Xenia van der Woodsen ud Caroline Daur (r.): Bekannteste Fashion-Influencer
Leonie Hanne (l.), Xenia van der Woodsen ud Caroline Daur (r.): Bekannteste Fashion-Influencer

Das Image von Influencern leidet seit längerem schon. Ein klassisches Vorurteil: Die Social-Media-Stars kassieren für wenig Arbeit und ein paar Produktplatzierungen möglichst viel Geld. Offenbar gibt es für sie jedoch wichtigere Dinge als die schnelle Werbe-Mark. Das zeigt nun eine neue Jung von Matt-Studie.

Anzeige
Anzeige

Für ihre Analyse kooperierten die hamburger Werber  mit der Technologie-Plattform Brandnew IO und Facelift. Dabei gaben insgesamt 1.200 Influencer aus der ganzen Welt Einblick in ihre Vorstellung von Marketing.

Die meisten Influencer machen ihren Job, weil sie etwas bewirken möchten – das gaben rund 60 Prozent an. Die Bezahlung ist dabei nur für weniger als die Hälfte ein Antrieb. Das mag auch daran liegen, dass nur wenige mit Produktplatzierung das große Geld verdienen. Nur 80 Prozent der Befragten verdient überhaupt etwas mit ihrer Arbeit. Lediglich 0,3 Prozent können sich als Großverdiener bezeichnen und scheffeln pro Kampagne mehr als 25.000 US-Dollar. Wie teuer ein Meinungsmacher ist, richtet sich in den meisten Fällen nach der Anzahl seiner Follower, Fans oder monatlichen Besucher. Manche lassen sich aber auch für den Aufwand der Gestaltung von Sponsored Content bezahlen. Der größte Fauxpas, den ein Unternehmen im Influencer-Marketing begehen kann, ist laut der Studie eine nicht angemessene Entlohnung.

Die Studie stellt aber auch heraus, dass sich (nicht alle) Influencer kaufen lassen. Ob sie für eine Marke werben, hängt nämlich hauptsächlich davon ab, ob sie zu ihnen – und ihren Followern – passt. Erst an dritter Stelle spielt es eine Rolle, wie viel für ihren Einsatz herausspringt. Ob sich auf der anderen Seite ein Unternehmen für einen Influencer entscheidet, hängt laut Amisha Ghandi, SAP Marketing Strategist, vor allem von qualitativen Faktoren ab: „Es kann ein Influencer sein, der keine riesigen Followerzahlen hat, aber der zum Beispiel von fünfzehn Top CIOs und CEOs der Welt gefolgt wird.“

Anzeige

Für zukünftige Kooperationen wünschen sich die Influencer, mehr in den kreativen Prozess eingebunden zu werden – und nicht nur Verbreiter von Inhalten zu sein. Sie möchten sich authentisch, ehrlich, lustig und offen präsentieren können und die Dinge aus ihrer Sicht übermitteln.

 

Die wichtigste Plattform für Influencer ist Instagram. YouTube kommt erst auf Platz fünf. Am stärksten wird mittels Influencer-Marketing die Fashion-Branche beworben.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige