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Ganz schön dreist: Französischer Fake-Verleger ergaunerte sich Millionen mit Anzeigen in Fachzeitschriften, die es gar nicht gab

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen an diesem Mittwoch in Paris beginnenden Prozess, der durchaus ungewöhnlich ist. Ein französischer Familienclan verkaufte über viele Jahre hinweg Industrie- und Mittelstandsunternehmen Anzeigen in Fachmagazinen, die es gar nicht gab. Auf die Masche fielen auch renommierte deutsche Firmen wie eine MAN-Tochter, der Baukonzern Bilfinger oder Siemens herein.

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Im Einzelnen ging es laut dem Bericht in der Süddeutschen Zeitung stets nur um eher kleine Beträge von einigen tausend Euro. In Summe soll der Pseudo-Verlag CTEA damit aber seit dem Jahr 1960 Millionen gescheffelt haben. Die Fantasie-Fachmagazine kümmerten sich angeblich um staatsnahe Branchen wie Verteidigung, Krankenhäuser oder Atomwirtschaft und hatten absichtlich trocken-langweilige Namen wie „Das Krankenhaus-Register“, „Technik-Revue der Verteidigungs-Ausrüster“ oder „Das Nuklear-Magazin“. Für die Kunden wurden „Belegexemplare“ mit aus dem Internet zusammengeklaubten Texten produziert.

Offenbar erhofften sich die Firmen durch Anzeigen in den angeblichen Fachblättern auch Vorteile bei der Vergabe staatlicher Aufträge. 2006 wurde der Satellitenhersteller EADS Astrium, heute Airbus, misstrauisch und alarmierte die Justiz. Nach langwierigen Ermittlungen beginnt nun der Prozess.

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