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Nach massiven Drohungen auf rechten Internetseiten: Kika-Paar Malvina und Diaa steht unter Polizeischutz

Szene aus dem Kika-Film „Schau in meine Welt – Malvina, Diaa und die Liebe“
Szene aus dem Kika-Film "Schau in meine Welt - Malvina, Diaa und die Liebe"

Nachdem Drohungen vor allem auf rechten Internetseiten offenbar deutlich zugenommen haben, stehen die beiden Protagonisten der Kika-Doku "Malvina, Diaa und die Liebe" mittlerweile unter Polizeischutz. Das berichtet der Hessische Rundfunk. Zunächst sei für das Paar ein Notrufsystem eingerichtet worden. Nachdem die Kommentare im Netz immer bedrohlicher geworden seien, würden nun auch Streifenwagen zum Schutz der beiden eingesetzt.

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Das berichtet Hessenschau.de. Die Kinderkanal-Doku „Malvina, Diaa und die Liebe“ wurde erstmals am 26. November gezeigt und beschreibt die Beziehung der 16-jährigen Deutschen Malvina zu dem 19-jährigen syrischen Flüchtling Diaa. Der Wirbel um die Doku ging los, als rechte Internetseiten in dem Film ein Instrument zur Islamisierung witterten. Weil der Sender das Alter des Protagonisten Diaa im Netz zunächst versehentlich mit 17 statt 19 Jahren angab und sich später korrigierte, stieg auch die Bild-Zeitung groß in die Berichterstattung ein.

Die Bild berichtete außerdem, dass Diaas eigentlicher Name Mohamed sei (Diaa ist offenbar sein Rufname), dass es Beschwerden gegen die Doku beim Sender gegeben hat und dass Diaa schon einmal die Facebook-Seite des islamistischen Hasspredigers Pierre Vogel geliked habe. Im Netz kochte in der Zwischenzeit der Hass gegen die beiden jungen Protagonisten der Doku immer höher. Am vergangenen Samstag zeigte der Hessische Rundfunk, der den Film produziert hat, eine Talksendung, die sich mit dem Thema befasste. Während der Sendung wurde u.a. gesagt, dass Diaa nach der Aufregung um die Doku mittlerweile sogar Morddrohungen erhalte. Laut der HR-Fernsehdirektorin Gabriele Holzner sei Diaa auch aus islamistischen Kreisen heraus bedroht worden.

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