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ARD beklagt Nazi-Hetze der polnischen Politik gegen Korrespondentin Annette Dittert

ARD-Korrespondentin Annette Dittert
ARD-Korrespondentin Annette Dittert

Die ARD-Korrespondentin Annette Dittert sieht sich nach einer kritischen Doku bei Arte Hetze durch höchste Regierungskreise in Polen ausgesetzt. Das berichtet die ARD auf ihren Internetseiten. Ryszard Czarnecki, einer der Vizepräsidenten des Europaparlaments und Mitglied der polnischen Regierungspartei PiS, habe Dittert auf Twitter mit der Nazi-Regisseurin Leni Riefenstahl verglichen.

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Arte zeigte den Film „Polen vor der Zerreißprobe – Eine Frau kämpft um ihr Land“ Ende Dezember 2017. Darin begleitet sie die polnische Europaabgeordnete Róża Thun auf Reisen durch den Wahlkreis Kleinpolen und schildert die Probleme, von Oppositionelle und Liberalen, die sich gegen den national-konservativen Kurs der Regierungspartei PiS stellen.

Daraufhin seien sowohl Dittert als auch Thun auf Twitter bedroht worden, schreibt die ARD in einem Beitrag. Während Czarnecki Dittert mit Riefenstahl verglich, habe er Thun als Nazi-Kollaborateurin bezeichnet, die an einem „antipolnischen“ Film mitgewirkt habe. Weitere Anfeindungen anderer Nutzer gegen Dittert und Thun hätten sogar Todesdrohungen enthalten. Gegen EU-Vize Czarnecki hat Thun dem ARD-Bericht zufolge mittlerweile rechtliche Schritte eingeleitet. Auch Dittert prüfe zusammen mit dem NDR eine Klage.

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