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“Harry Potter für Erwachsene“: Mega-Bestseller “Fire and Fury” beschert deutschem Verleger hohe Umsätze

Die US-Verlag hinter „Fire and Fury“ gehörten zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck von Stefan von Holtzbrinck
Die US-Verlag hinter "Fire and Fury" gehörten zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck von Stefan von Holtzbrinck

Von Null auf Eins in Rekordgeschwindigkeit: “Fire and Fury”, das Buch über die ersten elf Monate von Donald Trump im Weißen Haus ist der Bestseller der Stunde. Aufgrund des gigantischen Verkauf-Erfolgs sprach die Washington Post gar schon vom “Harry Potter für Erwachsene“. Laut New York Times gibt es offenbar bereits über eine Million Vorbestellungen für den Mega-Bestseller. Der Erfolg kommt auch dem deutschen Verleger Stefan von Holtzbrinck zu Gute.

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Es gibt immer wieder Bücher, die quasi im Alleingang einen ganzen Verlag auf eine neue Umsatz- oder auch Wahrnehmungs-Ebene heben. Das war bei Carlsen und “Harry Potter” so oder auch bei Random House und “Fifty Shades of Grey”. Bei “Fire and Fury” könnte das auch passieren.

Hinter dem Bestseller von Medienjournalist Michael Wolff steht der der US-Verlag Henry Holt. Das 1866 gegründete Traditionshaus gehört wiederum zu Macmillan Publishers, die seit über drei Jahrzehnten schon Teil der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck sind.

An deren Spitze steht der Verleger Stefan von Holtzbrinck. Nach dem Verkauf der Zeitungsbeteiligungen setzt der 54-Jährige Stuttgarter vor allem auf das Buchgeschäft (Rowohlt, S. Fischer, Kiepenheuer & Witsch und Droemer Knaur), ein Imperium von Wissenschaftsverlagen sowie passende Online-Projekte und -Investitionen. Zudem hält Stefan von Holtzbrinck noch immer 50 Prozent am Zeit Verlag. Die andere Hälfte ist im Besitz seines Halbbruders Dieter von Holtzbrinck (u.a. auch Verlagsgruppe Handelsblatt).

Die Süddeutsche Zeitung gibt den Gesamtumsatz der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck mit 1,7 Milliarden Euro an. Es wird nun interessant sein zu beobachten, welchen Einfluss “Fire and Fury” auf die kommende Bilanz hat.

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Genau Zahlen über den Erfolg gibt es bislang noch nicht. Zum Start hatte Holt rund 150.000 Exemplare drucken lassen. Diese waren allerdings bereits nach Stunden ausverkauft. Seit dem stapeln sich die Bestellungen. So spricht die New York Times bereits von rund einer Million Vorbestellungen.

Dass das Buch überhaupt bei Henry Holt erscheint, ist offenbar dem Engagement von Verlagschef Steve Rubin zu verdanken. Er selbst hatte die Rechte an dem Buch erworben. Zudem gelang es den New Yorkern mit einer geschickten PR-Strategie, vor allem mit Vorabveröffentlichungen, die einen massiven Presse-Widerhall fanden, ein Mischung aus Interesse und politischem Druck zu erzeugen, was letztlich zur Vorverlegung des Verkaufsstarts führte. Damit wurde wiederum eine weitere PR-Stufe gezündet.

In Washington war “Fire and Fury” in einigen Buchläden so schnell vergriffen, dass schnell der Begriff des “Harry Potter für Erwachsene” die Runde machte. Schon Mitte Januar scheint damit klar, dass Wolff mit seinen Trump-Buch der politische Bestseller des Jahres gelang – und sich ein Verlagshaus aus Stuttgart darüber besonders freuen wird.

Auch in Deutschland bleibt das Buch in der Verlagsfamilie. Denn hierzulande soll es am 19. Februar bei Rowohlt erscheinen. Aktuell belegen in den deutschen Amazon-Charts sowohl die gebundene, wie auch die Taschenbuch-Ausgabe des US-Buches die Plätze 1 und 2 – sind aber beide derzeit nicht lieferbar.

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