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Aus für Men’s Style: Bauer Media zieht beim Männermagazin den Stecker

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Das Hamburger Zeitschriftenhaus Bauer Media Group forstet weiter das Magazinportfolio seiner Tochtergesellschaft in Australien aus. Das Unternehmen plant, das Männermagazin Men’s Style vom Markt zu nehmen. Grund hierfür ist die weiter rückläufige Auflage des vierteljährlich erscheinenden Magazins. Damit setzt die Verlegerin Yvonne Bauer die Restrukturierung des Unternehmens weiter fort.

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Erst setzt die Bauer Media Group in Australien bei den Zeitschriften „Homes+“, „Recipes+“ und „Yours“ den Rotstift an, jetzt steht hier offenbar ein weiterer Magazintitel vor dem Aus. So plant das Hamburger Zeitschriftenhaus, das Männermagazin Men’s Style vom australischen Markt zu nehmen. Dies bestätigt ein Bauer-Sprecher auf Anfrage von MEEDIA. Der Verlagssprecher könne allerdings noch nicht sagen, wann der Titel genau eingestellt wird.

Bauer zieht bei dem Männermagazin die Reißleine, weil die Auflage weiter unter Druck geraten ist. Zuletzt hatte das norddeutsche Medienhaus von dem vierteljährlich erscheinenden Titel rund 60.000 Exemplare verkauft. Auch bei „Homes+“, „Recipes+“ und „Yours“ zieht Bauer aus wirtschaftlichen Gründen den Stecker. Hier sei die Einstellung der Zeitschriften für Ende Januar geplant, bestätigt ein Bauer Media-Sprecher.

Damit sortiert das Hamburger Zeitschriftenhaus das reichhaltige Magazinportfolio bei seiner australischen Tochtergesellschaft weiter nach wirtschaftlich nicht tragfähigen Objekten aus, um das Unternehmen stärker auf Gewinn zu trimmen. Bauer hatte die ACP-Gruppe Mitte 2012 erworben. Dafür zahlten die Hamburger laut der Nachrichtenagentur Reuters rund 512 Millionen Dollar. Gegründet wurde ACP 1933. Er ist Australiens und Neuseelands größter Zeitschriftenverlag. Hier erscheinen unter anderem Titel wie The Australian Women’s Weekly, Woman’s Day, Cleo, Take 5, TV Week, Australian House & Garden sowie Elle, Dolly und Cosmopolitian.

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Doch die australische Gesellschaft bereitet der Verlegerin Yvonne Bauer seit Längerem große Sorgen. Die Entwicklung diverser Magazine erfüllen offenbar nicht die Erwartungen der Geschäftsführung, heißt es. Zudem belasten auch Managementprobleme eine Sanierung. Überraschend verließ CEO Nick Chan im vergangenen Jahr das Unternehmen – und dies nach nur einem Jahr. Über die Gründe seines Ausscheidens wurde in den Medien viel spekuliert. Der Verlag wies dabei immer wieder Gerüchte zurück, dass sein Abgang in Zusammenhang mit einem verlorenen Schadensersatzprozess gegen die in Australien stammende Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson (u.a. „Pitch Perfect“) stünde.

Die Film-Diva hatte sich juristisch gegen die Berichterstattung des Bauer-Titels Women’s Day zur Wehr gesetzt. In diversen Artikeln soll das Blatt falsche Angaben über den echten Namen der Schauspielerin, ihr wahres Alter und ihre Kindheit gemacht haben, heißt es. Die Jury bei dem Prozess befand, dass Women’s Day Wilson als notorische Lügnerin darstellte und jeder der acht beanstandeten Artikel Unwahrheiten verbreite. Sie verdonnerte den Verlag daraufhin zu einer Entschädigung in Höhe drei Millionen Euro. Bauer war gegen das Urteil in die Berufung gegangen.

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