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Nach Zensur-Debatte: Twitter rudert gegenüber Titanic zurück und hebt Account-Sperre des Satiremagazins auf

Beatrix von Storch und Tim Wolff: Der Tweet vom Titanic-Magazin veranlasste Twitter dazu, den Account zu sperren. Nun wurde er wieder freigeschaltet.
Beatrix von Storch und Tim Wolff: Der Tweet vom Titanic-Magazin veranlasste Twitter dazu, den Account zu sperren. Nun wurde er wieder freigeschaltet.

Das Satiremagazin Titanic darf wieder twittern: Nach parodistischen Tweets im Namen der AfD-Vizechefin Beatrix von Storch hatte Twitter den Account gesperrt. Die Redaktion habe gegen die „Hausregeln des Dienstes" verstoßen, hieß es, und müsse die Tweets zurückziehen. Die Titanic blieb stur – und setzte sich damit durch. Aber: Fünf Tweets der Redaktion bleiben für Deutschland weiterhin geblockt.

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Nach mehr als zwei Tagen hat der US-amerikanische Nachrichtendienst Twitter den Account des Satiremagazins Titanic wieder freigeschaltet. Dies teilte das Twitter-Support-Team der Redaktion um Chefredakteur Tim Wolff in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit. „Wir sind froh, dass Twitter das so bürokratisch und langsam geregelt hat und uns die Chance lässt, auf unserem eigenen Account weiter gegen Twitter vorzugehen“, kommentiert Titanic-Chefredakteur Tim Wolff die Entscheidung. Die Redaktion hatte zu Beginn der Woche im Namen der AfD-Vizechefin zahlreiche Tweets verbreitet.

Nachdem Twitter-Mitarbeiter zunächst Beiträge wegen des Netzwerkdurchsuchungsgesetzes (NetzDG) gelöscht hatten, sperrten sie am frühen Abend des 2. Januars den gesamten Account. Als Begründung nannte das Unternehmen, die Titanic habe gegen „die Regeln des Dienstes“ verstoßen. Mindestens fünf Tweets aus den Monaten Januar und Dezember bleiben aber weiterhin geblockt. Darunter fallen Beiträge über Sebastian Kurz, die Polizei Sachsen und München sowie einige der falschen Beatrix von Storch. Das Magazin werde sich weiter gegen Sperrungen wehren, die seit dem Inkrafttreten des NetzDG auch andere Satiriker betreffen, teilt Wolff mit.

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Die Redaktion hat kurz nach der Freischaltung bereits den nächsten Gast für ihren Account auserkoren: CSU-Politiker Alexander Dobrindt. „Wir haben in der Pause gemerkt, dass wir als Teil der linken Elite auf den falschen Dampfer gesetzt haben. Deswegen schließen wir uns der konservativen Revolution von Dobrindt an“, sagt Wolff.

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