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Der Spiegel punktet am Kiosk mit Merkels „Stunde Null“, der Focus mit dem „Rücken ohne Schmerz“

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Das Ende der Jamaika-Sondierungen hat überdurchschnittlich viele Spiegel-Käufer in den Handel gelockt. 212.333 griffen zur Ausgabe mit dem Titel "Stunde Null" - der beste Wert seit sieben Wochen. Der Focus punktete eine Woche später mit einem seiner Gesundheits-Titel: "Rücken ohne Schmerz" erreichte laut IVW einen Einzelverkauf von 103.710 Exemplaren - die zweitbeste Zahl des Jahres.

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Wegen der Feiertage hat die IVW Ende Dezember keine Heftauflagen veröffentlicht, dafür Anfang Januar nun die für jeweils gleich zwei Ausgaben der Wochenmagazine. Unser Cover-Check erscheint daher diesmal in einer XL-Version.

Der Spiegel 48/2017 lag zwei Tage länger als gewöhnlich am Kiosk, weil er bereits am Donnerstag, den 23. November erschien. Folge: Die Ausgabe vorher, die nur fünf Tage lang erhältlich war, erreichte einen unterdurchschnittlichen Einzelverkaufswert, Ausgabe 48 nun einen überdurchschnittlichen. Ganz allein am Regal-Zeitraum lag das aber sicher nicht, das Titelthema spielt dabei natürlich auch eine Rolle. 212.333 griffen jedenfalls zur Ausgabe mit der Titelzeile „Stunde Null – Land ohne Richtung, Einigkeit, Kanzlerin?“. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des Spiegels liegt im Einzelverkauf derzeit bei 204.700 Exemplaren, der 3-Monats-Durchschnitt bei 199.400. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, verkaufte sich die Ausgabe 767.261 mal, 66.537 mal davon als ePaper.

Heft 49 konnte das starke Niveau nicht halten. Zum Titel „Union und SPD: Verlierer an die Macht!“ griffen 177.883 Leute in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. – ein klar unterdurchschittliches Ergebnis. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: 724.945 Exemplare wechselten den Besitzer, 65.079 davon als ePaper.

Der stern landete mit beiden Ausgaben unter seinem Normalniveau, mit Heft 49/2017 fiel er sogar auf ein neues historisches Tief. Ausgabe 48 beschäftigte sich wie beim Spiegel mit dem „Jamaika-Debakel“: Freier Fall titelte der stern und zeigte die Bundeskanzlerin kopfüber. Verkaufsfördernd war das nicht wirklich: 145.625 Einzelverkäufe liegen klar unter dem aktuellen 12-Monats-Durchschnitt von 170.900 und dem aktuellen 3-Monats-Durchschnitt von 160.100. Der Gesamtverkauf lag bei 547.818 Exemplaren, inklusive 22.956 ePaper.

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Eine Woche später ging es ein weiteres Stück nach unten: auf nur noch 138.654 Einzelverkäufe. „Das sind wir wieder!“ prangte auf dem Titel – gemeint war die SPD, die nach dem Jamaika-Scheitern wieder in Regierungsgespräche eintreten werden. Bitter für den stern: Nie zuvor verkaufte sich ein stern so schlecht am Kiosk. Der Gesamtverkauf lag bei 539.823 Exemplaren, davon waren 22.768 ePaper.

Erst Schatten, dann Licht gab es beim Focus. Ausgabe 48/2017 landete hier mit dem Titel „Was darf der Chef jetzt noch?“ und dem zweiten großen Teaser „FDP-Chef Christian Lindner: Die Wahrheit über meinen Rückzug“ bei nur 47.163 Einzelverkäufen – eins der schlechtesten Ergebnisse der Focus-Historie. Der Gesamtverkauf fiel auf 408.049, inklusive 34.640 ePaper.

Viel besser lief es eine Woche danach mit einem Focus-Leib-und-Magen-Thema: 103.710 griffen im Einzelhandel zum Heft mit dem Titel „Rücken ohne Schmerz – Das beste Training – Damit Sie aufrecht durchs Leben gehen“. Das wiederum war der zweitbeste Einzelverkaufswert des bisherigen Jahres 2017. Der Gesamtverkauf landete bei 464.045 Exemplaren, darunter 32.480 ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Bitte bringen Sie doch noch mal den Link zu dem sehr guten Meedia-Artikel, der sich mit den Ungenauigkeiten (Halbwahrheiten) in der Spiegel-Geschichte zur „Stunde Null“ befasst.

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