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Der Spiegel

Schon einige Zeit sorgte kein Titel-Spiegel für solch große, internationale Debatten wie diese Darstellung von Donald Trump als IS-Schlächter der Freiheitsstatue. Weltweit wurde über die Zeichnung debattiert. Es gab viel Lob, aber auch Kritik. So twitterte Bild-Chef Julian Reichelt, dass die Grafik das „mit Abstand abstoßendste und geschmackloseste Spiegel-Cover aller Zeiten“ sei. Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erklärte das Bild von Zeichner und Künstler Edel Rodiguez: "Auf unserem Titelbild enthauptet der amerikanische Präsident jenes Symbol, das seit 1886 Migranten und Flüchtlinge in den USA willkommen heißt, und damit Demokratie und Freiheit“. Im Laufe des Jahres sollte der kubanische Künstler noch viele weitere Titelseiten der Hamburger gestalten.
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The New Yorker

Trumps Reaktion auf die Ausschreitungen und Vorkommnisse von Charlottesville inspirierte eine Vielzahl internationaler Magazine, den US-Präsidenten in Verbindung mit der weißen Spitzmütze - einem der bekanntesten Ku-Klux-Klan Symbole überhaupt - zu zeigen. So zeigte der New Yorker, wie Trump mit seinem Verhalten den Nazis Rückenwind geben würde.
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Time

Auch Time griff die Ereignisse von Charlottesville auf. Die Redaktion setzte als Nazi-Symbol dagegen auf den Hitlergruß.
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stern

Der Stern verband schließlich Donald Trump, Charlottesville und den Hitlergruß zu einem einzigen Titelbild.
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The New Yorker

Eine weitere beachtenswerte Titelseite mit dem US-Präsidenten gelang dem New Yorker. Pünktlich zu Halloween und zum Kinostart von “Es” zeigte die Redaktion Trump als Horrorclown.
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New York Times Magazin

Das Magazin der New York Times geht der Frage nach, wie Lobbyismus in Zeiten der Trump-Präsidentschaft funktioniert.
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Der Spiegel

Die wohl wichtigste politische Reportage des Jahres gelang Markus Feldenkrichen. Er begleitete über ein gutes Halbes Jahr den SPD-Herausforderer Martin Schulz während des Wahlkampfes gegen Angela Merkel. Es wurde ein gnadenloser Bericht des Scheiterns, der vor allem einen Verlierer kennt: Martin Schulz.
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Hamburger Morgenpost

Bei der Aufarbeitung der gescheiterten Jamaika-Verhandlungen gelang der Hamburger Morgenpost der wohl bissigste Aufmacher. Die Redaktion machte den Gesprächs-Abbrecher Christian Lindner zum “Wirtschaftsflüchtling”.
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Cicero

Es gibt einen erstaunlichen Trend zu Titeloptiken mit Politiker-Köpfen, die als Luftballons dargestellt werden. Besonders beliebte Aufblas-Gesichter: Angela Merkel oder Martin Schulz. Das wohl beste Cover dieser Art gelang dem Cicero. Es entstand kurz vor dem Bruch der großen Schulz-Sympathiewelle zu Beginn des Wahlkampfes.
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Newsweek

Auch ein Ballon, aber kein Politiker-Gesicht: Dieses Cover schmerzt möglicherweise manchen männlichen Leser beim Zusehen, ist aber zutreffend und auch noch unterhaltsam. Mit diesem Aufmacher gelang Newsweek ein starkes Statement zum Thema Sexismus.
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Time

Das US-Magazin Time hat die Frauen und Männer, die mit der #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Übergriffe gebrochen haben, zur Person des Jahres 2017 erklärt. Dazu setzten die US-Amerikaner Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler in Szene. Aufmerksamen Betrachtern wird nicht entgangenen sein, dass am rechten Rand nur ein Arm und die Schulter einer Person zu sehen sind. Eigentlich sollte das Titelfoto mehr Personen zeigen, doch eine Frau bat um Sorge um ihre Familie darum, dass sie doch nicht gezeigt wird. Also änderte die Redaktion den Bildausschnitt.
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Profil

Wie erklärt man einen Rechtsruck auf einem Titelfoto zur Wahl in Österreich? Ganz einfach, in dem man es nach rechts rückt. Genau das haben die Blattmacher des österreichischen Nachrichtenmagazins getan. Der Weißraum am linken Rand ist extra und gewollt.
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L’Express

Neben dem Sieg von Sebastian Kurz gehört auch der Triumph von Emanuel Macron zu den historischen Wahlergebnissen des Jahres. Es gab wohl keinen europäischen Politiker, der es öfter auf eine Titelseite schaffte, als der neue französische Präsident. Ein besonderer Aufmacher gelang L’Express. In Westernfilmen und -Büchern steht der Beiname “The Kid” stets für den Held der Geschichte.
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Handelsblatt

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Brand eins

Regelmäßig erfreut Brand eins die Betrachter mit ihren Titelseiten. Der Trick bei den besonders guten von ihnen lautet: Überraschung. Die Hamburger überrumpeln ihre Leser gerne mit um die Ecke gedachten Covern-Kompositionen. “Frohe Ostern” in der Weihnachtszeit als Headline zum Schwerpunkt “Überraschung” ist ein wunderbares Beispiel für diese Technik.
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Paper

Kim Kardashian nackt mit Champagnerflasche und der Headline “Break the Internet”: Das Paper-Cover aus dem November 2014 ist längst Kult. Tatsächlich brach das Web fast zusammen, weil das Bild so oft geteilt wurde. Selbst Jan Böhmermann stellt die Titelseite für das Zeit-Magazin nach. Nun versucht das Lifestyle-Heft aus New York den Hype zu wiederholen und inszeniert Nicki Minaj in aufmerksamkeitsstarken Posen. Die Zeile dazu ist tatsächlich ganz kreativ: “Minaj a trois”.
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