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Neue Heimat für die Frankfurter Allgemeine: Geschäftsführung startet Suche nach geeignetem Standort

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Der Umzug der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird konkreter. Der Verlag der hessischen Tageszeitung hat jetzt den Immobilienberater Vedacon mit der Suche nach neuen Büroflächen für rund 1000 Arbeitsplätze beauftragt. Ob sich die FAZ nach dem Auszug von den bisherigen Büroimmobilien in der Hellerhofstraße trennen will, ist noch nicht entschieden.

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Jahrelang war die Hellerhofstraße Sitz der Redaktion und der Verlagsbereiche der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Damit ist bald Schluss. Die FAZ-Gruppe plant, dass beide Bereiche umziehen sollen. Jetzt werden die Pläne hierfür konkreter. Die FAZ-Geschäftsführung hat den Frankfurter Immobilienberater Vedacon eingeschaltet. Der Gewerbeflächen-Spezialist soll für die hessische Zeitungsgruppe am Standort Frankfurt Büroflächen für rund 1000 Arbeitsplätze suchen, heißt es auf der Webseite des Anbieters. Großprojekte dieser Art sind Vedacon nicht fremd. Das Unternehmen entwickelt derzeit ein neues Raumkonzept für die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt.

Eine FAZ-Sprecherin hält sich hierzu auf Anfrage von MEEDIA bedeckt: „Wir sind nach wie vor in der Bestandsaufnahme, es sind keine Entscheidungen über den Umzug oder die Immobilien in der Hellerhofstraße gefallen“ Sie bestätigt aber, dass die FAZ bei dem Projekt von der Firma Vedacon professionell unterstützt werde. Hintergrund für den Umzug der FAZ-Gruppe ist, dass der Verlag unter Leitung von Verlagsgeschäftsführer Thomas Lindner den Immobilienbesitz in der Hellerhofstraße offenbar auf den Prüfstand gestellt hat. Sollte es zu einem Verkauf kommen, verschaffen sich die FAZ GmbH und die FAZIT-Stiftung hierdurch ein finanzielles Polster. Sie wären damit für die weitere Zukunft in dem hart umkämpften Markt für Qualitätstitel gewappnet. Erst Mitte Oktober hatte der Branchendienst Kress gemeldet, dass sich die FAZIT-Stiftung, zu der auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung gehört, von den beiden Regionalzeitungen Frankfurter Neue Presse (FNP) sowie Frankfurter Rundschau trennen will. „Als Mehrheitseigner der Frankfurter Societät GmbH beobachtet die FAZIT-Stiftung den deutschen Medienmarkt kontinuierlich. Wie bei allen Marktteilnehmern üblich, prüft auch die FAZIT-Stiftung regelmäßig Optionen und Perspektiven für ihre verschiedenen Zeitungstitel“, teilt die Stiftung damals mit. In diesem Kontext würden „mit anderen Verlagen von Zeit zu Zeit Gespräche über Möglichkeiten der Kooperation oder alternative Formen der Zusammenarbeit geführt“, hieß es damals.

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Zuwachs aus der Medienbranche bekommt zudem das angrenzende Offenbach. Im Kaiserlei, einem begehrten Bürostandort in der rund 123.000 Einwohner zählenden Metropole, soll sich demnächst ein namhaftes Medienunternehmen aus dem Frankfurter Raum ansiedeln. Es habe hier rund 3000 Quadratmeter Bürofläche angemietet, bestätigt ein Sprecher der Wirtschaftsförderung gegenüber MEEDIA. Den Namen des Unternehmens wollte der Sprecher aber nicht verraten. Dem Vernehmen nach will das Unternehmen hier rund 200 Arbeitsplätze schaffen. In der Branche indes brodeln die Spekulationen über mögliche Kandidaten. Von einem Tageszeitungs- bis zu einem Fachverlag ist hier die Rede. Bekannte Fachverlage wie Springer Science oder der Deutsche Fachverlag (Horizont) winken ab. Sie seien nicht darunter, heißt es. In Branchenkreisen geht man davon aus, dass sich das Medienunternehmen demnächst zu seinen Umzugsplänen äußert.

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