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Vor Börsenlisting 2018: Spotify wird bereits mit 19 Milliarden Dollar bewertet

Spotify-CEO Daniel Ek
Spotify-CEO Daniel Ek

Der Platzhirsch wird immer wertvoller. Der chronisch defizitäre Streaming-Pionier Spotify wird am Sekundärmarkt bereits mit 19 Milliarden Dollar bewertet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Bewertung kommt aufgrund der gezahlten Kurse je Aktie im außerbörslichen Handel zustande. Das schwedische Internet-Unternehmen strebt im kommenden Jahr an die New Yorker Börse und will dafür offenbar noch im Dezember seinen Zulassungsantrag stellen.

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Das erste große Börsenlisting eines Internet-Unternehmens im neuen Jahr rückt näher. Wie Reuters vermeldet, steht Spotify kurz davor, seinen Zulassungsantrag bei der New York Stock Exchange (NYSE) zu stellen. Bis Ende des Jahres soll der Schritt erfolgen. Traditionell dauert es dann etwa weitere 90 Tage, bis die Börsenaufsicht SEC grünes Licht zum Listing oder IPO erteilt.

Den Gang an die New Yorker Börse plant der Streaming-Pionier wie bereits kolportiert wurde, als Direktlisting statt als Neuemission, bei der neue Aktien ausgegeben werden. Auf diese Weise spart Spotify mutmaßlich mehrere Hundert Millionen Dollar an Gebühren an konsortialführende Banken, während Altaktionäre ihre Anteile direkt mit dem Listing veräußern könnten.

Tencent-Investment treibt Bewertung auf bereits 19 Milliarden Dollar

Und das offenbar zu einer größeren Bewertung: Wie Reuters berichtet, werden Spotify-Aktien am Sekundärmarkt zu immer höheren Notierungen gehandelt – zuletzt wurden nach einer mit dem Vorgang vertrauten Quelle Preise von 4200 Dollar je Aktie gezahlt. Das entspricht bereits einer Bewertung von 19 Milliarden Dollar, ein Aufschlag von knapp 20 Prozent gegenüber der erst im Herbst kolportierten Bewertung von 16 Milliarden Dollar.

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Nach Angaben der Quelle wären Bewertungsaufschläge von weiteren 20 Prozent bis auf Kurse von 5000 Dollar denkbar. Treiber der neuen Fantasie ist demnach die in vergangenen Woche bekanntgegebene Überkreuz-Beteiligung mit dem wertvollsten Internet-Konzern Chinas, Tencent. Spotify, das bislang nicht in China präsent ist, sicherte sich durch die Beteiligung an Tencent Music Entertainment Zugang vom potenziell größten Musik-Streaming-Dienst der Welt.

Spotify operiert weiter stark defizitär

Mit 140 Millionen  Nutzern, davon 60 Millionen zahlenden Abonnenten, ist Spotify vor Apple Music, das es zuletzt auf 27 Millionen Mitglieder brachte, mit Abstand der größte Musik-Streaming-Dienst der Welt.

Allerdings operiert der bereits 2006 gegründete Streaming-Pionier weiter chronisch defizitär. Im vergangenen Geschäftsjahr häuften die Schweden bei Umsätzen von 2,9 Milliarden Euro einen satten Verlust von 539 Millionen Euro an. Die Verluste hatten sich binnen Jahresfrist damit mehr als verdoppelt.

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