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Für 400 Millionen Dollar: Apple greift angeblich nach Musikerkennungs-App Shazam

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© Shazam / Facebook

Es wäre Apples größte Übernahme des Jahres: Für angeblich 400 Millionen Dollar sichert sich der wertvollste Konzern der Welt die Musikerkennungs-App Shazam, wie TechCrunch berichtet. Die Akquisition soll am kommenden Montag verkündet werden. Der bereits 1999 gegründete Suchdienst zählt zu den Pionier-Apps der iPhone-Ära und ist seit dem Launch des App Stores 2008 verfügbar. Shazam arbeitet allerdings bis heute defizitär. Brancheninsider bewerten die mögliche Übernahme als Aufwertung von Apple Music gegenüber dem schwedischen Streaming-Rivalen Spotify.

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Es ist das Urproblem vieler Musikfans: Einen Song erkennen, der gerade im Radio, Fernsehen oder sonst wo läuft, einem bekannt vorkommt – und doch wieder in Vergessenheit zu geraten droht, weil der Titel fehlt.

In der Smartphone-Ära schaffte seit der zweiten Generation des iPhones eine App Abhilfe, die blitzschnell Musiktitel mittels des Smartphone-Mikrofons erkennt: Shazam. Nach wenigen Sekunden bekommen Nutzer den Songtitel, das Plattencover und den Namen vom Interpreten angezeigt – seit einigen Jahren gibt es auch Kauf- und Abspieloptionen auf den üblichen Streaming-Diensten.

Übernahme in Höhe von 400 Millionen könnte am Montag verkündet werden

Nicht zuletzt aufgrund dieser Verknüpfungsmöglichkeit schien der beliebte Musikerkennungsdienst, der bereits 2014 über 100 Millionen aktive Nutzer zählte, ein potenzieller Übernahmekandidat für einen der führenden Musik-Streaming-Anbieter. Wie TechCrunch berichtet, hat nun offenbar Apple Ernst gemacht.

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Mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Personen soll sich Apple mit Shazam über eine Übernahme zu einem Kaufpreis von 400 Millionen Dollar einig geworden sein, der deutlich unter der Bewertung von einer Milliarde Dollar liegen würde, die in der letzten Finanzierungsrunde 2015 aufgerufen wurde.  Die Akquisition soll angeblich am Montag verkündet werden.

Shazam arbeitet immer noch defizitär

Der bereits 1999 gegründete Musiksuchdienst, der seinerzeit noch via SMS genutzt wurde, soll im vergangenen Jahr bei Umsätzen von 54 Millionen Dollar einen Verlust von fünf Millionen Dollar verbucht haben.

Brancheninsider bewerten die mögliche Übernahme als Aufwertung von Apples Streaming-Dienst Apple Music, der mit 27 Millionen Abonnenten weiterhin deutlich hinter dem schwedischen Streaming-Pionier Spotify im Hintertreffen liegt, der es auf 60 Millionen zahlende Mitglieder bringt.

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