Anzeige

Der Leser liest live mit: Bild stellt Redaktions-Chat zum Auftakt im Loveparade-Prozess online

Lässt den Leser mitlesen: Bild-Chef Julian Reichelt stellt den Redaktions-Chat live
Lässt den Leser mitlesen: Bild-Chef Julian Reichelt stellt den Redaktions-Chat live

In vielen Redaktionen ist Slack zum festen Bestandteil der digitalen Kommunikation geworden: Über den virtuellen Chatroom konferieren Zentralen mit Außenstellen. Bild.de nutzt das Tool nun für die Kommunikation nach außen. Zum Auftakt des Loveparade-Prozesses in Essen stellt die Redaktion ihre Slack-Kommunikation live. Chefredakteur Julian Reichelt will damit Transparenz und Verständnis für den Journalisten-Job schaffen.

Anzeige
Anzeige

Für den Prozess hat die Redaktion einen eigenen Chatroom aufgemacht, über den Nachrichtenredakteure der Berliner Redaktion, der Newsroom in Essen sowie Reporter vor Ort miteinander vernetzt sind, sich austauschen und gegenseitig Material zusenden. So werden die Journalisten vor Ort mit Agenturmaterial und Hinweisen versorgt, im Gegenzug liefern sie Video-Ausschnitte, O-Töne und Informationen.

Nutzer können so zumindest in Ansätzen mitverfolgen, wie Informationen zu Nachrichtenstücken verarbeitet werden und bekommen zusätzlich einen Einblick in die Arbeit. Mit der Offenlegung des Chatrooms will die Redaktion um Chefredakteur Julian Reichelt ein stückweit Transparenz schaffen und Verständnis für Abläufe einer Nachrichtenredaktion schaffen. Die Macher von Bild den Lesern und Nutzern näher zu bringen, verfolgt das Führungsteam bereits seit einiger Zeit. Dem Chefredakteur geht es unter anderem darum, Leuten von außen zu zeigen, dass auch die teils entfernt wirkende Marke Bild von Menschen gemacht wird. Einen ähnlichen Zweck erfüllte damals der Periscope-Marathon, bei dem die Bild-Zeitung 24 Stunden lang einen Einblick hinter die Kulissen gab.

Anzeige

Wie es heißt, will die Redaktion ihre Slackchats zukünftig regelmässig veröffentlichen. Beispielsweise dann, wenn sich so genannte „Lagen“ ereignen und ein hohes Informationsbedürfnis besteht. Die Transparenz ist auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Die im Chat enthaltenen Informationen sind teilweise noch ungeprüft, Hinweise oder Nachrichten können sich letztlich als falsch erweisen. Darauf weist die Redaktion in der Einleitung der Artikelseite hin. Darüber hinaus müssen die Reporter und Redakteure aber auch darauf achten, wie sie kommunizieren. Schräge Bemerkungen oder schroffe Töne, wie sie in Redaktionen mal fallen, könnten bei den Lesern falsch aufgenommen werden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*