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Bitcoin-Kaufpanik: Digitalwährung gewinnt in 24 Stunden 40 Prozent an Wert – doch „Wild-West-Tage könnten bald vorbei sein“

ulifunke.com / bitcoin.de

Die Ausschläge bei der Digitalwährung Bitcoin werden immer dramatischer. Nur eine Woche nach dem Durchbruch durch die 10.000-Dollarmarke hat die Kryptowährung heute Kurs auf die Marke von 20.000 Dollar genommen. Der Run auf das Cybergeld wird immer exzessiver und mutmaßlich durch den baldigen Handelsstart von Terminkontrakten an den Derivatebörsen befeuert. An der Wall Street reagieren immer mehr Finanzexperten mit Kopfschütteln auf den vermeintlich unaufhörlichen Anstieg der Kryptowährung.

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Der Bitcoin hat bereits ein vollkommen verrücktes Jahr mit Kurszuwächsen im vierstelligen Prozentbereich hinter sich, doch was sich in den vergangenen 24 Stunden an den Kryptobörsen abspielte, stellt alles in den Schatten.

Innerhalb eines Handelstages sprang die Notierung der mit Abstand am höchsten kapitalisierten Digitalwährung von rund 13.000 auf in der Spitze 19.300 Dollar empor, bevor ein Flash Crash einsetzte und mehr als 3000 Punkte binnen Minuten verloren gingen.

Wall Street-Veteran James Cramer, der seit langer Zeit vor den irrationalen Übertreibungen der Bitcoin-Blase warnt, erklärte die immer rasanteren Kursexplosionen mit den eingeschränkten Handelsmöglichkeiten: „Das ist einer der am wenigsten funktionierenden Märkte, die ich je gesehen habe“, so Cramer in der CNBC-Sendung „Squawk Box“.

„Die Leute verstehen nicht, woher das Angebot kommt“

„Die Leute verstehen nicht, woher das Angebot kommt“, erklärt Cramer mit Blick auf die einseitige Angebot- und Nachfragesituation. „Leute, die es besitzen, verkaufen es nicht. Ich kann es keinem verübeln, Bitcoin besitzen wollen, aber die Leute sollten den Mechanismus dahinter verstehen. Wenn es keine Verkäufer gibt, entwickelt sich der Kurs natürlich parabolisch.“

Tatsächlich sind die Handelsmöglichkeiten der Kryptowährung bislang nicht mit klassischen Währungen vergleichbar. Short-Positionen – die Wette auf fallende Kurse – können etwa bislang nicht eingegangen werden.

Handel von Terminkontrakten auf den Bitcoin startet in den nächsten Tagen

Das jedoch ändert sich bereits in den kommenden Tagen. Schon am Sonntag startet an der Chicagoer Derivatebörse CBOE der Handel von Terminkontrakten – acht Tage später zieht auch die größte Terminbörse CME den Handel mit Futures an, während im nächsten Jahr auch an der Technologiebörse Nasdaq Bitcoin-Zertifikate gehandelt werden sollen.

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In anderen Worten: Die Möglichkeit, mit Bitcoin zu handeln, wachsen bereits in den kommenden Tagen deutlich an – und zwar in beide Richtungen. „Genießt den Bitcoin-Aufstieg, denn bald wird es einen legitimen Zwei-Wege-Markt in dieser Anlageklasse geben. Bitcoins Wild-West-Tage könnten bald vorbei sein“, folgert Cramer beim von ihn gegründeten Finanzportal RealMoney.com.

„Bitcoins Wild-West-Tage könnten bald vorbei sein“

Der frühere Hedgefondsmanager nimmt die Kursexplosionen und die damit einhergehenden Beleidigungen von Bitcoin-Aficionados auf Twitter unterdessen sportlich und erklärte ironisch, er werde seinen Hund auf Mr. Bitcoin umtaufen.

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