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Überraschungshit AirPods: Die Drahtlos-Kopfhörer könnten die Apple Watch als Apples wichtigstes Wearable ablösen

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AirPods: Nächstes Jahr schon Verkäufe als von der Apple Watch? © Apple

Bislang taugten Apples Drahtlos-Kopfhörer AirPods vor allem zu dummen Zahnbürsten-Witzen. Ein Jahr nach dem Launch wird jedoch immer klarer, dass Apple mit seinen 179 Euro teuren Bluetooth-Kopfhörern unter dem Radar ein Überraschungshit gelungen ist, der in den kommenden Jahren seine volle Wirkung entfalten dürfte. Wie Staranalyst Ming-Chi Kuo prognostiziert, könnte Apple die AirPods-Absätze im nächsten Jahr auf 28 Millionen Einheiten verdoppeln – und bald auch nach Umsätzen an der Apple Watch vorbeiziehen.

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Es war eine Überraschung. Im Zentrum von Apples neuem Weihnachtsclip „Teile, was Dich bewegt“, steht nur zu Anfang der Kassenschlager iPhone X – in den folgenden knapp 90 Sekunden jedoch vor allem ein Accessoire, das der Techpionier in seiner Konzernbilanz nicht einmal gesondert ausweist – die Drahtlos-Kopfhörer AirPods.

Apple hat einiges aufzuholen: Zum Start des letztjährigen Weihnachtsgeschäfts konnten die 179 Euro teuren Drahtlos-Kopfhörer nicht mehr rechtzeitig ausgeliefert werden, sollen sich aber im Laufe des Jahres robuster Nachfrage erfreut haben.

Staranalyst Ming-Chi Kuo: Apple könnte 2018 bereits 28 Millionen AirPods verkaufen

Nun könnte die Überraschung zum Überraschungshit werden. Wie der notorisch gut vernetzte Tech-Analyst Ming-Chi Kuo in einer neuen Research-Note prognostiziert, die dem Blog AppleInsider vorliegt, dürfte sich das offenbar enorme Verkaufspotenzial von Drahtlos-Kopfhörern im nächsten Jahr entfalten.

So rechnet Kuo damit, dass Apple seine Absätze im kommenden Jahr mehr als verdoppeln könnte – auf die bemerkenswerten Stückzahl-Verkäufe von 26 bis 28 Millionen Einheiten.

Lösen AirPods die Apple Watch als Wearable-Verkaufshit ab?
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Die Dimensionen erscheinen vor allem im Vergleich mit Apples mutmaßlich wichtigstem Wearable erstaunlich – der Apple Watch. Seit dem Marktdebüt 2015 versteckt Apple seine Smartwatch in der Bilanz in der gleichen Kategorie wie Kopfhörer – nämlich unter „Andere Produkte“.

Zwar rechnen Analysten nach den erheblichen Anlaufschwierigkeiten von Apples jüngster Produktkategorie mit steigenden Absätzen auf geschätzt 15 Millionen Einheiten in diesem Jahr und 20 Millionen im nächsten Jahr. Die AirPods würden indes zumindest nach Stückzahlen bereits im zweiten Jahr auf dem Markt an der Apple Watch vorbeiziehen und zum heimlichen Wearable-Kassenschlager aus Cupertino avancieren.

Bereits AirPods-Erlöse von knapp 5 Milliarden in 2018?

Genau das hatte Wagnisfinanzierer Gene Munster bereits im Sommer für die kommende Dekade prognostiziert. Die AirPods sollten demnach im Jahr 2022 die gleichen Erlöse wie die Apple Watch einfahren.  Glaubt man Branchenkollegen Ming-Chi Kuo, könnte nun alles viel schneller gehen: Bei Absätzen von 28 Millionen Einheiten würde Apple im nächsten Jahr bei einem Verkaufspreis von 159 Dollar in den USA bereits 4,4 Milliarden Dollar erlösen.

Tatsächlich werden Apples Drahtlos-Kopfhörer in anderen Teilen der Welt zu höheren Preisen verkauft – in Deutschland etwa zu 179 Euro. Apple könnte damit bereits im kommenden Jahr Kurs auf die Erlös-Dimensionen von 5 Milliarden Dollar nehmen.

Ob damit die Erlöse der Apple Watch überboten werden, scheint angesichts des angenommen Durchschnittsverkaufspreises von 330 Dollar eher unwahrscheinlich – doch der Trend bestätigt Munster, dass die AirPods schon in den kommenden Jahren zu Apples umsatzstärkstem Wearable werden könnten.

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