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Schwierigkeiten im Werbegeschäft: BuzzFeed entlässt 100 Leute in den USA und Großbritannien

BuzzFeed-Gründer und CEO Jonah Peretti
BuzzFeed-Gründer und CEO Jonah Peretti

Die Schwierigkeiten im Werbegeschäft machen auch vor digitalen Vorzeigemedien keinen halt: So wird auch BuzzFeed in diesem Jahr seine Ziele nicht erreichen und reagiert bereits jetzt: Am Mittwoch gab CEO und Grüner Jonah Peretti einen Stellenabbau bekannt. 100 Mitarbeiter aus den USA sowie aus Großbritannien sind betroffen. Die Maßnahmen gelten in erster Linie für Abteilungen außerhalb der Redaktion.

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Peretti klärte die weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter am gestrigen Mittwoch per Mail auf. Auszüge davon kursierten kurz danach bereits bei Twitter.

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Darin schrieb der BuzzFeed-CEO: „Während sich unsere Strategie weiterentwickelt, müssen wir auch unsere Organisation weiterentwickeln – insbesondere unser Geschäftsteam, das gebaut wurde, um direkt verkaufte Werbung zu unterstützen.“ Dafür brauche es anderes Know-how als bisher. BuzzFeed reagierte bereits vor einigen Monaten auf das schwierige Werbegeschäft und gab bekannt, zukünftig nicht mehr nur auf Native Advertising als Finanzierungsmodell zu setzen, sondern zukünftig auch Display-Ads anzubieten.

Als Teil dieser Umstruktierungen wird auch das Management angepasst. Greg Coleman, ein hoch profilierter Werbe-Experte, wie das Wall Street Journal schreibt, wird seinen Posten als President räumen. Er werde dem Unternehmen zukünftig aber noch in beratender Funktion zur Seite stehen.

Sich anderen Werbemöglichkeiten zu öffnen, ist wirtschaftlich offensichtlich notwendig. Wie das Wall Street Journal weiter schreibt, wird BuzzFeed seine Umsatzziele in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent verfehlen. Dieses Schicksal teile sich das Unternehmen auch mit Wettbewerbern. Grund sind die hohen Marktanteile von Google und Facebook, die einen Großteil digitaler Werbegelder bekommen. Die 100 Stellen, die BuzzFeed abbaut, betreffen Mitarbeiter in den USA und Großbritannien, die Redaktionen sollen davon unberührt bleiben, heißt es.

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