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„Hoffe, dass es Ihnen beim Spiegel nicht gefällt“: So wehmütig verabschiedet die SZ Digital-Chef Stefan Plöchinger

Stefan Plöchinger wechselt von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel
Stefan Plöchinger wechselt von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel

Stefan Plöchinger kehrt München den Rücken, um als oberster Produktentwickler die digitale Zukunft des Nachrichtenmagazins Spiegel in Hamburg voranzutreiben. Den Abschied des Digital-Chefs der Süddeutschen Zeitung dokumentieren SZ-Kollegen gerade zu liebevoll unter dem Hashtag #ploechileaks bei Twitter. "Plöchis" Kollegen wünschen ihm alles Gute. Andere, dass es ihm beim Spiegel nicht gefällt.

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„Ich hoffe, dass es Ihnen beim Spiegel nicht gefällt“, wird SZ-Chefredakteur Kurt Kister zitiert. „Dann kommen Sie vielleicht zurück.“  Nach Jahren der Zusammenarbeit siezt man sich in der Führungsspitze der Süddeutschen Zeitung noch. Das ist eine Erkenntnis des Abschieds von Stefan Plöchinger bei der Tageszeitung. Die andere ist, dass er nicht einfach fällt. Dennoch wünschen die Kollegen ihrem nun Ex-Digital-Chef alles Gute für seine Zukunft. Zur Verabschiedung haben sie sich etwas besonders einfallen lassen – unter dem Hashtag #ploechileaks dokumentieren sie ihre Erfahrungen und Begenungen mit dem nahbaren Vorgesetzten. Die liebevollen Tweets reichen von zufälligen Treffen nach Dienstschluss in der Pizzeria bishin zur Beschreibung der Ticks des Chefs.

 

So schwierig der Abschied an der Isar aussehen mag, genauso schwierig scheint die zukünftige Aufgabe von Stefan Plöchinger an der Elbe. Der Spiegel leidet wie aktuell wohl kaum ein anderes journalistisches Medium unter dem digitalen Wandel. Zu lange vom Print-Erfolg verwöhnt, wird das renommierte Nachrichtenmagazin vom Fortschritt überrollt. Plöchinger gilt als Hoffnungsträger für eine aussichtsreiche digitale Zukunft. Als Leiter der Produktentwicklung muss der Mann, der das Haus aus frühreren Tätigkeiten bereits kennt, das Profil von schon gestarteten und schleppend laufenden Digital-Projekten wie Spiegel Daily richten und andere, wie das Bezahlangebot Spiegel Plus, schärfen und ausbauen. Zumindest der langjährige Spiegel-Reporter und Digital-Pionier Cordt Schnibben scheint die Notwendigkeit frischer Expertise erkannt zu haben, wie er bei #ploechileaks zu erkennen gibt.

Bleibt abzuwarten, wie der Spiegel seinen neuen Mann begrüßen wird. Ein Tipp: mit Kisten Cola und Fanta sowie Pizza statt Franzbrötchen.

 

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