Anzeige

Nach genau einem Jahr: Satire-Magazin Charlie Hebdo stellt seine deutsche Ausgabe ein

Charlie-Hebdo.jpg

Nach zwölf Monaten ist Schluss: die französische Satirezeitung Charlie Hebdo stellt ihre deutsche Ausgabe wieder ein. “Es fiel uns nicht leicht, Euch zu verstehen, so wie es Euch sicher nicht immer leicht fiel, uns zu verstehen”, erklären sich die Macher in ihrem Abschiedsposting bei Facebook. “Und wir selbst wussten nicht, wie viele Leser es braucht, damit eine gedruckte Zeitung heute rentabel ist. Zu viele jedenfalls, um unseren Besuch bei Euch zu verlängern.”

Anzeige
Anzeige

Vor einem Jahr waren die Franzosen angetreten, um „Danke“ zu sagen, “für Eure große Unterstützung nach dem 7. Januar 2015 und Euch eine Facette französischer Zeichenkultur zeigen. Ihr hattet Gelegenheit kennenzulernen, wer wir sind. Wir drehen uns immer wieder um das Abwegige, das Eigenartige, mitunter Perverse und haben einen eigenen Blick auf diese beschissen komplizierte Welt und das Leben, das so oft die beste Satire schreibt.”

Offenbar hatten die deutschen Leser kein großes Interesse an den weitgehend übersetzen Artikeln und Zeichnung aus Frankreich. Tatsächlich schaffte es die Zeitung so gut wie nie, für ein gewisses mediales Interesse zu sorgen. Einzige Ausnahme war das Solidaritäts-Cover für den Spiegel.

Anzeige

Als Reaktion auf Cover des Nachrichtenmagazins, das Donald Trump mit dem abgeschnittenen Kopf der Freiheitsstatue zeigte, erschien Charlie Hebdo mit einer Titelseite, auf der Angela Merkel den Kopf von Martin Schulz in der Hand hielt.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige