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“Büro zwischen Pfandleiher und Porno-Stube”: alte TV-Reportage zeigt die bescheidenen Anfänge von Amazon im Jahr 1999

„60 Minutes“-Reportage über die Anfänge von Amazon
"60 Minutes"-Reportage über die Anfänge von Amazon

1999 besuchte ein Fernsehteam von “60 Minutes” Amazon.com im ersten Büro in Seattle. In einer amüsanten Mischung aus Erstaunen und Bewunderung näherten sich die TV-Journalisten dem New-Economy-Hype-Unternehmen, das damals schon wertvoller als viele Industrieunternehmen war, obwohl es bis dahin nur Geld verbrannte. Jetzt tauchte das Video wieder auf. Es ist ein faszinierender Film, der zeigt wie Jeff Bezos tickt und wie wenig sich eigentlich Amazon verändert hat.

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Heute ist Amazon ein echter Gigant und Jeff Bezos tatsächlich einer der reichsten Männer der Welt. Im Jahr 1999 war das alles noch ein Versprechen auf eine mögliche Zukunft. In diesem Moment, als sich abzeichnete, dass das Geschäftsmodell von Amazon funktionieren könnte, aber alles auch noch fürchterlich schief gehen könnte, portraitiert “60 Minutes” das Startup.

Zu Beginn des Berichtes ist der Reporter zu sehen, wie er das Büro der Web-Company sucht. Es liegt zwischen einem Pfandleiher und einem Porno-Salon, ist vollgestopft und hat dreckige Teppiche. Doch das stört Bezos (“… dessen Lachen man schon immer lange vorher hört, bevor man ihn sieht”) nicht.

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Als der TV-Mann Bezos fragt, ob er sich keine anständige Teppiche oder einen soliden Schreibtisch leisten kann, antwortet dieser nur, dass es dafür kein Geld verschwenden wolle. Das helfe schließlich den Kunden nicht weiter. Genau an dieser Denke hat sich seitdem nichts verändert. Eine ähnliche Antwort gibt Bezos in der Fahrt in seinem zerbeulten Honda, auf die Frage, ob er sich keinen neuen Wagen leisten könne.

Besonders spannend wird es bei der Frage nach der Motivation, warum der ehemalige Wall Street-Mann Bezos, den Sprung in die Startup-Welt gewagt hat. Seine Antwort: Es gehe ihm nicht um irgendeine Art von “Cape Diem”, sondern um eine Minimierung des Bedauerns. Wenn er 80-Jahre alt ist und auf sein Leben zurückblickt, wolle er so wenig wie nur möglich bedauern.

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