Anzeige

Russische Propaganda bei Facebook: Social Network kündigt Transparenz-Tool für Nutzer an

Facebook-Optik.jpg

Facebook hat angekündigt, noch in diesem Jahr ein Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem Nutzer selbst feststellen können, ob sie russischen Propaganda-Inhalten bei Facebook oder Instagram gefolgt sind oder sie geteilt haben. Das Tool wird sich auf Inhalte einer Firma namens Internet Research Agency beziehen. Das russische Unternehmen hat offenbar mehrere tausend Posts von Fake-Accounts zwischen Januar 2015 und August 2017 veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige

Hintergrund sind die Bemühungen herauszufinden, inwieweit ausländische, vor allem russische Akteure mit Propaganda-Postings eventuell den Ausgang der jüngsten US-Präsidentschaftswahl beeinflusst haben könnten. „It is important that people understand how foreign actors tried to sow division and mistrust using Facebook before and after the 2016 US election“, schreibt Facebook in einem Blog-Beitrag, der das Tool ankündigt.

Im November wurden Vertreter von Facebook, Google und Twitter intensiv vom US-Kongress befragt. Bereits zuvor hatte Facebook Zahlen zu russischen Postings im Umfeld der US-Wahl veröffentlicht. Demnach hatte das Social Network rund 3.000 mutmaßlich aus Russland stammende Werbe-Anzeigen mit politischen Botschaften identifiziert, die von rund zehn Millionen Menschen in den USA gesehen worden sein sollen. Facebook hatte 470 Profile mit vermuteter Verbindung zu Russland ausgemacht, die Werbung mit politischem Hintergrund für etwa 100.000 Dollar geschaltet hatten. Dabei sei es vor allem darum gegangen, Spannungen zwischen ethnischen und sozialen Gruppen anzuheizen.

Anzeige

Da Anzeigenverkäufe und Schaltungen in Social Networks weitgehend automatisiert ablaufen, ist es nicht immer leicht festzustellen, wer Anzeigen schaltet und wer diese angezeigt bekommt. Im Zuge der Debatte hatte Facebook-Gründer Marc Zuckerberg angekündigt, die Regeln für politische Werbung bei Facebook zu verschärfen. Künftig solle klar zu erkennen sein, wer dafür bezahlt.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige