Anzeige

Nach #MeToo kommt #MeAt14: Frauen reagieren mit Kinderfotos auf Missbrauchsvorwürfe gegen Roy Moore

MeAt14 wurde von der „Daily Show“-Co-Entwicklerin Lizz Winstead initiiert
MeAt14 wurde von der „Daily Show“-Co-Entwicklerin Lizz Winstead initiiert

Vor vier Jahrzehnten soll der ultra-konservative US-Politiker Roy Moore, Kandidat der Republikaner für die Senatoren-Wahl in Alabama, ein 14-jähriges Mädchen missbraucht haben. Moore war damals Anfang 30. Mit #MeAt14 zeigen Frauen weltweit nun Fotos von sich – um zu dokumentieren, wie jung 14-Jährige sind.

Anzeige
Anzeige

Eine heute 53-jährige Frau erhebt in der Washington Post schwere Vorwürfe gegen Roy Moore und erklärt, er habe sie vor knapp 40 Jahren sexuell missbraucht. Der Politiker streitet bislang alle Anschuldigungen der Frau ab.

Währenddessen verteidigt der staatliche Rechnungsprüfer von Alabama, Jim Zeigler, das Verhalten von Moore und beruft sich für diesen Zweck auf die Bibel: „Nehmen Sie Maria und Josef“, sagte er der konservativen Tageszeitung „Washington Examiner“. „Maria war ein Teenager und Joseph ein erwachsener Zimmermann. Sie wurden die Eltern von Jesus.“ Daran sei überhaupt nichts „Unmoralisches oder Illegales“. Das Ganze sei „höchstens ein bisschen ungewöhnlich.“

Darauf, dass sexueller Missbrauch mehr als „ein bisschen ungewöhnlich“ ist, wollen nun zahlreiche Frauen weltweit hinweisen. Dazu twittern sie unter dem Hashtag #MeAt14 Fotos von sich im Alter von 14 – um zu dokumentieren, wie jung 14-Jährige sind und dass es nicht in Ordnung sei, wenn ein 32-Jähriger sie mit nach Hause nimmt, auszieht und sexuell belästigt. „The only 32 year olds I knew were my teachers“, „I wasn’t dating anyone – especially not 32 year old men“ und „Still years away from dating, and grateful no 32-year-old came after me“ sind nur einige der Sätze aus laut TalkWalker bis Sonntag, 24 Uhr, bereits 45.000 Tweets mit dem Hashtag.

Initiiert wurde der Hashtag von der „Daily Show“-Co-Entwicklerin Lizz Winstead:

Anmerkung der Redaktion:
Das Thema ist Teil unserer täglichen #trending-Kolumne, mit der Sie keinen Trend aus den sozialen Netzwerken mehr verpassen. Als Newsletter können Sie #trending hier abonnieren.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige