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Nach Ausscheiden des langjährigen CEO Gert Zimmer: RTL Radio holt Stephan Schmitter an die Spitze

Urgestein beim Privatsender: Seit 2004 steht Gert Zimmer bei RTL Radio Deutschland an der Spitze
Urgestein beim Privatsender: Seit 2004 steht Gert Zimmer bei RTL Radio Deutschland an der Spitze

Er gilt in der Branche als Privat-Radio-Papst: Gert Zimmer, langjähriger Chef von RTL Radio Deutschland und Vice President Radio Central Northern Europe der RTL Group. Doch der gebürtige Nürnberger soll nach MEEDIA-Infos vor dem Abgang stehen. Am Abend bestätigte die RTL Group sein Ausscheiden. Für ihn kommt 2018 Stephan Schmitter, der zugleich Geschäftsführer des RTL Radio Centers Berlin bleibt.

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Gert Zimmer ist bei Branchenveranstaltungen ein gern gesehener Gast. Profund plaudert der gebürtige Nürnberger über die aktuellen Entwicklungen in der Radiolandschaft. Beispielsweise erst vor wenigen Tagen auf dem MIZ Radio Innovation Day. Dort sieht der dunkelhaarige Brillenträger die komplexen Gesellschafterstrukturen bei vielen Radiostationen als einen wesentlichen Grund an, warum notwendige Kooperationen unter den Marktteilnehmern – bundesweit und wie europaweit – nicht zustande kommen, um sich gegen die wachsende Konkurrenz von Diensten wie Spotify besser zur Wehr zu setzen.

Zimmers Expertise ist gefragt. Der Experte gilt in der Branche als Deutschlands „Privat-Radio-Papst“. Seit 2004 steht er an der Spitze von RTL Radio, einer der wichtigsten Spieler in der bundesweiten Radiolandschaft. Deutschlandweit ist RTL Radio an 17 Stationen indirekt und direkt beteiligt – darunter an Radio Hamburg, Antenne Bayern, Antenne Niedersachsen sowie Hit-Radio. Doch der Medienmanager steht nach Informationen von MEEDIA vor dem Abgang. Er soll dem Vernehmen nach das Unternehmen verlassen.

In der Branche brodelt hierüber seit Tagen die Gerüchteküche. Dort wird viel über die Gründe seines Ausscheidens spekuliert. So wird Zimmer nachgesagt, dass sich der Manager nach vielen Jahren bei RTL Radio beruflich verändern wolle. Andere Branchenstimmen kursieren, dass die lange Zeit an der Senderspitze ihren Tribut gefordert habe, weshalb nun ein Wechsel sinnvoll sei, um das weitere Wachstum der Radiogruppe voranzutreiben. Denn die RTL-Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Neue Wettbewerber aus dem Web wie Spotify machen RTL Radio wie auch den öffentlich-rechtlichen Sendern zunehmend das Leben schwer. Denn der neue digitale Musikdienst schaffe es, durch die personalisierte Ansprache seines Programmangebots Jugendliche besser als die etablierten UKW-Sender zu binden, heißt es.

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Jetzt soll Zimmer bei RTL Radio den Weg für eine neue Firmenspitze frei machen, die den weiteren Expansionskurs fortsetzen soll. Angeblich strebt die Privat-Radio-Gruppe eine interne Lösung an, heißt es in Senderkreisen. Wie die RTL Group inzwischen bestätigte, wird Stephan Schmitter zum 1. Januar neuer CEO. Er bleibt darüber hinaus Geschäftsführer des RTL Radio Center Berlin, einer 100%igen Tochter von RTL Radio Deutschland. Jan Trenn ist unverändert Finanzchef, werde aber zusätzlich zum Geschäftsführer (Deputy CEO) der Radioholding befördert, heißt es.

RTL Group-Finanzchef Elmar Heggen über den scheidenden Senderchef Zimmer: „Gert hat unser deutsches Radioportfolio von einer Sammlung von Beteiligungen strategisch zu einem ‚Radio- Powerhouse‘ weiterentwickelt. Unter seiner Leitung hat RTL Radio Deutschland kontinuierlich starke Ergebnisse erwirtschaftet und proaktiv die Möglichkeiten der Radiobranche in der digitalen Medienwelt in Angriff genommen“.

Zimmer, heißt es, nehme sich zunächst Zeit, um künftig unternehmerischen Projekten nachzugehen. Dazu wolle er seine „Kenntnisse im Digitalbereich weiter vertiefen und hierfür Studienreisen in die USA durchführen“.

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Alle Kommentare

  1. Der gute Gert Z. Privat-Radio-Papst? Na, Herr Lipinski da haben sie aber etwas übertrieben. Gert Z. hat eigentlich über die Jahre hinweg die Radio Group mehr oder weniger nur verwaltet. Bisschen wenig, für einen Marktführer. In einem Super Radio Werbejahr Rückgänge melden ist ja auch keine besonders gute Referenz.

    Lieber Dirk, dass Gert Z. beim DLF auftaucht ist ungefähr so wahrscheinlich wie ein 6er im Lotto am nächsten Wochenende bei mir. Schon interessant, Du wusstest nicht, das es den Sender noch gibt gibt, weißt aber, dass es dort abwärts ging. Ich rate mal: erster Job Wahlforscher?

  2. Wusste nicht, dass es RTL Radio noch gibt, ein weiter Duddelkanal, den keiner brauch, hoffentlich taucht er nicht beim Dlf auf, denn dann geht es auch dort so abwärts wie bei diesem Duddelfunk! Der „König“ der Belanglosigkeit!

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