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AR-Brille als iPhone X-Nachfolger: Apple könnte 2020 das erste Modell auf den Markt bringen

Tim Cook scheint inzwischen auch von Smartbrillen fasziniert zu sein
Tim Cook scheint inzwischen auch von Smartbrillen fasziniert zu sein

Welches "One more Thing" folgt auf das iPhone? Seit Monaten halten sich die Gerüchte, dass Apple als nächstes Produkt eine smarte Augmented Reality-Brille auf den Markt bringen könnte. Neue Nahrung liefert nun Bloomberg: Wie der Finanzinformationsdienst berichtet, plane der wertvollste Konzern der Welt, eine AR-Brille und das zugrunde liegende neue Betriebssystem rOS bis 2019 zu entwickeln, um das Gestell dann ein Jahr später auf den Markt zu bringen.

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Seit gerade mal fünf Tagen ist das iPhone X auf dem Markt – und es könnte für Apple nicht besser laufen. Die Testkritiken waren fast ausnahmslos positiv, die Nachfrage zum Verkaufsstart scheint sogar das iPhone 6 zu übertreffen, mit dem Apple bislang die größten Absätze erzielte, und die Aktie stellte von Tag zu Tag neue Allzeithochs auf.

Gerade mal 11 Prozent fehlen Apple noch, um als erster Konzern in der Wirtschaftsgeschichte die Billionen-Bewertung zu knacken. Das iPhone X dürfte darüber in den nächsten Monaten entscheiden – doch was kommt danach?

Gerüchte über AR-Brille halten sich seit über einem Jahr

Während sich ein iCar (oder zumindest die Technologie für das selbstfahrende Auto) immer weiter und immer vager in die Zukunft verschiebt, rückt ein anderes Projekt immer weiter in den Fokus: eine Augmented Reality-Brille, über die bereits seit Monaten viel spekuliert wurde.  Bloomberg hatte erstmals im vergangenen November berichtet, dass Apple seine Bemühungen im mutmaßlich nächsten Boom-Segment intensiviert habe.

Tech-Blogger Robert Scoble hatte im Januar nachgelegt und auf der Verbraucherelektronikmesse CES berichtet, dass der Kultkonzern aus Cupertino mit dem Optik-Pionier Carl Zeiss bei der Entwicklung einer AR-Brille zusammenarbeiten soll und noch in diesem Jahr ein erstes Modell präsentieren wolle – daraus wurde jedoch bekanntlich nichts.

Marktstart von Apples AR-Brille 2020 erwartet
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Nun legt Bloomberg nach. Wie der Finanzinformationsdienst heute berichtet, strebe Apple an, bis 2019 ein AR-Headset mit entsprechender Technologie zu entwickeln, das – anders als heutige VR-Brillen – ohne ein Smartphone auskommt. Apples AR-Brille soll demnach mit einem eigenen Betriebssystem rOS und einem entsprechend schnellen Chip ausgestattet sein, berichtet Bloomberg. 2020 soll die AR-Brille dann bereits auf den Markt kommen.

Wie Bloomberg bereits im März berichtete, hat Apple seine Augmented Reality-Ambitionen schon vor einiger Zeit hochgefahren. Zur Leitung der AR-Anstrengungen hat Apple-Chef Tim Cook bereits 2015 den früheren Dolby-Manager Mike Rockwell verpflichtet, der zudem das AR-Start-up Meta beraten hat, das Smartbrillen ab 950 Dollar anbietet. Bereits seit vergangenem Frühling hat er sein AR-Team formiert, in dem Fletcher Rotkopf eine führende Rolle spielt, der das Design der Apple Watch maßgeblich mitentwickelt hatte.

Die Herausforderung, eine stylische Smartbrille auf den Markt zu bringen, die Apples Design-Standards entspricht und eben nicht wie Google Glass wie ein Fremdkörper wirkt und dazu noch mit entsprechender Batterieleistung ausgestattet ist, dürfte auch für Apple zu einer technischen Herkulesaufgabe werden, mutmaßt Bloomberg-Reporter Tom Gurman.

Augmented Reality soll Boom-Segment der nächsten Dekade werden

Dem Techpionier bleibt unterdessen keine andere Wahl, als massiv in AR zu investieren, wenn sich die Einschätzungen von Branchenexperten bewahrheiten und Augmented Reality zur großen Computing Plattform der nächsten Dekade werden wird. Der weltweite Markt für AR-Produkte dürfte im Jahr 2024 bereits ein Volumen von 165 Milliarden Dollar besitzen, mutmaßt der frühere Apple-Staranalyst Gene Munster, der sich inzwischen als Wagnisfinanzierer mit seinem Unternehmen Loop Ventures selbstständig gemacht hat.

„Um im Augmented Reality-Bereich erfolgreich zu sein, muss man natürlich die Hardware liefern, aber auch die anderen Dinge: von den Karten bis zu Social Payments“, umschreibt Munster die Herausforderung.  „Apple ist eines der wenigen Unternehmen, denen das gelingen könnte.

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