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Dank iPhone X-Hype: Apple nimmt Billionen-Dollar-Bewertung ins Visier

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So sieht Apples neues Flaggschiff-Smartphone aus: das iPhone X © Apple

Höher, schneller, weiter: Angetrieben durch starke Quartalszahlen sprang Apple am vergangenen Freitag auf den höchsten Stand aller Zeiten. Per Schlusskurs an der Wall Street wurde der Techpionier aus Cupertino mit enormen 891 Milliarden Dollar bewertet – nie war ein Unternehmen in der Wirtschaftsgeschichte wertvoller als Apple heute. Dank des enormen Hypes um das iPhone X, das seit Freitag auf dem Markt ist, ist nun sogar die historische Bewertungsgrenze von einer Billion Dollar in Reichweite.

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Alles scheint in diesen Tagen in Cupertino zu funktionieren: Bei den Ende vergangener Woche veröffentlichten Geschäftszahlen für das September-Quartal konnte Apple die Analystenschätzungen scheinbar spielend übertreffen.

Nachdem der Techpionier 2016 mehrfach eine rückläufige Geschäftsentwicklung zu beklagen hatte, wachsen plötzlich alle Geschäftsbereiche wieder – vom iPad über den Mac bis zur Service-Sparte und den „Anderen Produkten“, hinter denen sich vor allem die Apple Watch verbirgt.

iPhone wächst trotzdem iPhone 8-Launch im September-Quartal

Eine der größten Überraschungen ist indes das kleinste Wachstum eines Konzernbereichs: Auch mit dem iPhone konnte Apple um immerhin drei Prozent im September-Quartal zulegen, obwohl der Techpionier in diesem Jahr mit dem viel kritisierten iPhone 8 lediglich ein marginales  Update auf den Markt gebracht hat, das sich schlechter zu verkaufen schien als das iPhone 7.

Die überwältigende Anzahl der potenziellen iPhone-Käufer schienen ihre Dollars und Euros ohnehin vor dem iPhone X-Launch am vergangenen Freitag zurückzuhalten. Dass Apple selbst damit rechnet, dank des iPhone X in ganz neue Umsatzsphären vorzustoßen dürfte, machte der Ausblick auf das Weihnachtsquartal deutlich, in dem der wertvollste Konzern der Welt um 7 bis 10 Milliarden Dollar höhere Erlöse als im Vorjahr in Aussicht stellt.

Analyst: Nachfrage nach dem iPhone X 10 bis 15 Prozent größer als nach iPhone 6

In anderen Worten: Tim Cook rechnet nicht nur fest damit, dass das iPhone X zum absoluten Megaseller wird, sondern offenkundig auch damit, dass Apple ausreichend schnell die Modelle des neuen Smartphone-Flaggschiffs produzieren kann, um die aufgestaute Nachfrage bis zu Weihnachten zu befriedigen.

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Dass der Run auf das iPhone X unterdessen auf Rekordniveau liegt, will Daniel Ives vom Marktforscher GBH Insights ausgemacht haben. Wie der Analyst am Sonntag in einer Research-Note mitteilte, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt, liege die Nachfrage nach dem iPhone X um 10 bis 15 Prozent über dem Level des iPhone 6, mit dem Apple bisher die höchsten Absätze erzielte.

Aktie auf Allzeithochs – Apple bereits 891 Milliarden Dollar wert

Apple-Kenner Gene Munster, früher Tech-Analyst bei Piper Jaffray, heute Wagnisfinanzierer bei Loup Ventures, schließt sich der Meinung an, dass der erste Ansturm auf das iPhone X der größte seit dem iPhone 6 sei, das 2014 auf den Markt kam. Munster erklärte gegenüber Bloomberg, dass die Schlangen vor den Apple Stores zum iPhone X-Launch doppelt so hoch ausgefallen wären wie erwartet.

Getragen von den positiven Verkaufsaussichten des iPhone X und den Quartalszahlen vom Vortag markierte Apple am Freitag ein erneutes Allzeithoch bei 172,50 Dollar. Per Schlusskurs ist der Kultkonzern aus Cupertino damit bereits 891 Milliarden Dollar wert – soviel wie kein anderes Unternehmen jemals in der Wirtschaftsgeschichte.

Der viel diskutierte Marsch zur Billionen-Bewertung hat damit an neuer Dynamik gewonnen: Apple fehlt inzwischen nur noch eine Wertsteigerung von 12,2 Prozent, um als erstes Unternehmen die historische Bewertungsmarke von 1 Billion Dollar zu durchbrechen. Bei exakt 193,60 Dollar würde der Meilenstein fallen.

 

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