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Schulz-Story des Spiegels dominiert die Blendle-Charts, zweimal Richard David Precht in der Monats-Top-10

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Wie erwartet war der Aufsehen erregende Spiegel-Titel über Martin Schulz im Wahlkampf der erfolgreichste Artikel des Monats Oktober im Journalismus-Shop Blendle. In den Alltime-Charts belegt der Text nun Platz 3. Ebenfalls exzellent verkauf hat sich demnach ein Interview des Magazins Galore mit einer Hautärztin. Und: Richard David Precht findet sich gleich zweimal in der Monats-Top-10.

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Schon vor einem Monat stand so gut wie fest, dass die Schulz-Story aus dem Spiegel den Oktober gewinnen würde. Zu gut waren die Verkaufszahlen schon an den ersten Tagen des Monats. Für Platz 2 in den Blendle-Alltime-Charts reichte es aber nicht ganz – den belegt laut Blendle weiterhin ein Gina-Lisa-Lohfink-Porträt aus dem SZ Magazin. Ganz vorn bleibt ohnehin nahezu uneinholbar das Jan-Böhmermann-Interview aus der Zeit vom Mai 2016, in dem er sich erstmals zur Erdogan-Affäre äußerte.

Platz 2 der Oktober-Charts geht an das Galore-Interview mit der Hautärztin und Bestsellerautorin Yael Adler. Laut Blendle hat es sich über Wochen gut verkauft. Die Headline „Wer zu viel seift, stinkt“ macht allerdings auch sehr neugierig. Gesundheits- und ähnliche Service-Themen dominieren ohnehin auch diesmal die Charts: Auf Platz 4 geht es um Diät-Mythen, auf 5 um Alkohol, auf 9 um Schlappheit und Müdigkeit, auf 11 um Zähneknirschen, usw.

Gleich zweimal schaffte es in diesem Monat Richard Davids Precht in die Liste – mit zwei Interviews. Das Handelsblatt-Gespräch mit ihm – Headline „Was kommt nach dem Kapitalismus?“ – belegt Rang 7, das stern-Interview „Wie Heinz Erhardt“, das schon im September auf Platz 11 zu finden war, steigert sich diesmal auf Rang 10.

Die Politik ist nur zweimal vertreten: Neben Martin Schulz auf dem ersten Platz findet sich in der Top 20 auch das Essay „Neue Rechte“ von Maxim Biller. Bei den Medien sieht die Top 20 sehr vielfältig aus. Einzig Der Spiegel und die FAZ schafften es mit mehr als einem Artikel in die Liste.

Die Blendle-Top-20 der meistverkauften deutschen Artikel im Oktober 2017:

1. „Mannomannoamnn”, Der Spiegel
Die große Schulz-Story von Markus Feldkirchen.
12835 Wörter, 1,99 Euro

2. „Wer zu viel seift, stinkt“, Galore
Interview mit Hautärztin und Bestsellerautorin Yael Adler: Sie gibt viele Tipps rund ums Thema Hautgesundheit und räumt mit allerhand Klischees auf.
3454 Wörter, 59 Cent

3. „Männer haben unglaublich schlechten Sex im Puff“, Welt
Ilan Stephani hat zwei Jahre lang als Prostituierte gearbeitet und berichtet hier, was sie in der Zeit erlebt hat.
1530 Wörter, 35 Cent

4. „Viele Ärzte leben hinter dem Mond“, NZZ am Sonntag
Der gefragt Harvard-Ernährungsexperte Walter Willet räumt mal wieder mit Diätmythen auf, und er sagt: Kein Wunder, dass wir dick sind – wir leben wie Mastschweine.
1657 Wörter, 89 Cent

5. „Alkohol“, Zeit Magazin
Zwei Alkoholforscher warnen im ausführlichen Zeit-Interview vor jeglichem Alkoholkonsum. Selbst ein Glas Wein am Abend sei schädlich.
3362 Wörter, 89 Cent

6. „Macht Schlausein einsam?“, FAZ
Ein Hochbegabte spricht in der FAZ über das Klischee, dass intelligente Menschen keine Sozialkompetenz haben.
1144 Wörter, 45 Cent

7. „Was kommt nach dem Kapitalismus?“, Handelsblatt
Der Philosoph Richard David Precht spricht in diesem Interview unter anderem darüber, warum die Digitalisierung Marx einen zweiten Atem verschaffen könnte.
1610 Wörter, 55 Cent

8. „Wie funktioniert die sogenannte Blockchain?“, Bilanz
Alle reden über die Blockchain, kaum jemand versteht sie – deswegen lässt Bilanz eine Expertin die Technologie in einfachen Bildern erklären.
1670 Wörter, 35 Cent

9. „10x mehr Energie“, Brigitte
Warum Schlappheit und Müdigkeit oft eine Sache der inneren Einstellung ist, und wie man sich mit Mentaltricks zu mehr Energie verhilft.
3252 Wörter, 65 Cent

10. „Wie Heinz Erhardt”, stern
Richard David Precht zum Zweiten: In diesem 5-minütigen Interview sortiert er die Wahlergebnisse.
1123 Wörter, 65 Cent

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11. „Wenn in der Nacht der Kiefer mahlt”, Berliner Morgenpost
Ratgebertext zum Thema Zähneknirschen: Die Ursache ist meist die Psyche.
1123 Wörter, 65 Cent

12. „Neue Rechte“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Kurzes, dystopisches Essay von Maxim Biller. Was passiert, wenn die Rechten in unserer Gesellschaft den Raum bekommen, den sie fordern?
648 Wörter, 45 Cent

13. „Angststörungen“, profil
Statistiken schüren oft Gefahren, wo keine sind. Wie wir mit Zahlen und Daten richtig umgehen, wird hier erläutert.
3888 Wörter, 59 Cent

14. „Seid Netz zueinander“, Business Punk
Netzwerken ist für die meisten Menschen ein Krampf – mit diesen Tipps einer Expertin geht es aber schon leichter.
1565 Wörter, 59 Cent

15. „Das ist wirklich schlecht gemacht“, FAZ
Noch ein Ratgeberstück: Konstruktiv Kritik äußern und sie so annehmen, dass man daran wächst.
1527 Wörter, 45 Cent

16. „Wer bist du?“, Süddeutsche Zeitung
Hintergrund zum Prozess gegen Hussein K. in Freiburg. Es geht darum, wo die Grenzen der Willkommenskultur liegen.
2226 Wörter, 79 Cent

17. „Charisma, der Götterfunken“, Focus
Lässt sich eine charismatische Ausstrahlung trainieren? Zum Teil, sagt dieser Text
3756 Wörter, 69 Cent

18. „Der Höllenritt“, Der Spiegel
Spiegel Kolumnist Jan Fleischhauer verarbeitet in diesem Text seine Scheidung.
3523 Wörter, 1,99 Euro

19. „How Smartphones Hijack our Minds“, Wall Street Journal
Studien haben nun bewiesen, dass der ständige Smartphone-Gebrauch unsere Denkfähigkeit beeinflusst – negativ. (Englisch)
2265 Wörter, 44 Cent

20. „Expert: 6 hours’ sleep not good business“, Chicago Tribune
Ein Schlafexperte sagt, wer behauptet, mit nur 6 Stunden Schlaf auszukommen, belügt sich selbst.
891 Wörter, 20 Cent

Die Monats-Top-3 aus dem Ressort Medien und Tech führt ein Artikel aus dem Zeit Magazin an: das Porträt über David Remnick, Chefredakteur des New Yorker. Dahinter folgen die Öffentlich-Rechtlichen im Spiegel und Frank Thelen in Wired.

1. „Der New Yorker”, Zeit Magazin
Ausführliches Porträt von David Remnick, Chefredakteur des New Yorker
4792 Wörter, 89 Cent

2. „Bildstörung“, Spiegel
Streitschrift des Spiegels gegen die Öffentlich Rechtlichen.
4410 Wörter, 1,99 Euro

3. „Auf eigenes Risiko“, Wired
Frank Thelen, Investor und DHDL-Juror im großen Wired-Porträt.
4003 Wörter, 59 Cent

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