Partner von:
Anzeige

Verhaltenes Börsendebüt von Hello Fresh: Aktien der Rocket-Internet-Beteiligung leicht über Ausgabekurs

Hello Fresh schafft den Sprung an die Börse
Hello Fresh schafft den Sprung an die Börse

Der Rocket-Internet-Beteiligung Hello Fresh ist im zweiten Anlauf der Gang an die Börse gelungen. Die erste Handelsnotiz bewegte sich bei 10,60 Euro und lag damit leicht über dem festgesetzten Ausgabepreis von 10,25 Euro. Diesen hatte die Firma gesten Abend festgesetzt. Doch bei dem Preis muss der Kochboxen-Versender auf kleinerer Flamme kochen. Denn dem Unternehmen fließt hierdurch ein geringeres Emissionsvolumen als ursprünglich geplant zu.

Anzeige
Anzeige

Vor zwei Jahren hatte der Kochboxen-Versender Hello Fresh geplant, Aktien auf dem Börsenparkett zu platzieren. Doch die Rocket-Internet-Beteiligung musste den Gang an die Börse wieder abblasen, weil das Marktumfeld für eine Anteilplatzierung zu ungünstig war. Jetzt ist dem Unternehmen im zweiten Anlauf der Sprung an die Wertpapiermärkte gelungen.

Dennoch muss das Unternehmen kleinere Brötchen backen. Denn gestern Abend setzte Hello Fresh den Preis für die Aktien bei 10,25 Euro fest. Er bewegt sich damit in der Mitte des zuvor festgelegten Preiskorridors von 9 bis 11,50 Euro. Damit erlöst die Gesellschaft brutto allerdings nur 318 Millionen Euro. Ursprünglich hatte Hello Fresh vor, ein Emissionsvolumen von mehr als 350 Millionen zu erzielen. Dass der Online-Versender den Angebotspreis nicht am oberen Ende der Preisspanne festgelegt hat, liegt möglicherweise an den Äußerungen vieler Aktienanalysten. Sie schätzen die weiteren Kurschancen der Hello-Fresh-Aktie verhalten ein.

Anzeige

Als Grund hierfür führen die Wertpapier-Experten das scharfe Wettbewerbsumfeld an. Denn Hello Fresh will nicht nur in Deutschland wachsen, sondern hat den amerikanischen Markt fest im Visier. Hier allerdings ist die Gesellschaft einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Erst im Sommer wagte dort der 2012 gegründete Kochboxen-Versender Blue Apron den Gang an die Börse. Doch der Aktienkurs der US-Firma kennt seither nur eine Richtung: steil bergab. Die Notierung halbierte seit dem ersten Handelstag. Der Grund: der eCommerce-Riese Amazon hatte in den USA die Bio-Supermarktkette Whole Foods gekauft. Branchenteilnehmer erwarten daher, dass Amazon hier groß in das Versandgeschäft mit Kochboxen einsteigt. Dies wäre für die Rocket Internet-Beteiligung aber ein schwerer Schlag und könnte die weiteren Wachstumsaussichten der Firma trüben.

Auch auf dem deutschen Markt könnte Amazon dem Börsenneuling in die Parade fahren. Der US-Online-Händler hatte erst jüngst beim Deutschen Markenamt die Marke „Dinner for 2 in about 20 Minutes“ samt Koch-Logo eingetragen. Damit nährt Amazon in der Branche Spekulationen, der US-Riese steige hierzulande in den Markt der Kochboxen mit ausgewogenen Zutaten und Rezepten ein. HelloFresh wurde 2011 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter. An der Gesellschaft ist Rocket Internet mit mehr als 50 Prozent beteiligt. Das Unternehmen schreibt allerdings Verluste, will diese aber durch weiteres Wachstum abbauen, heißt es.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia