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„Unsere Fantasie ist grenzenlos“: Zeit Verlagsgruppe übernimmt Spotlight-Verlag

Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser (re.) und Spotlight-Chef Jan Henrik Groß
Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser (re.) und Spotlight-Chef Jan Henrik Groß

Seit Jahren fährt die Zeit Verlagsgruppe einen klaren Diversivierungskurs. Unter dem Markendach der Wochenzeitung werden Fortbildungen genauso wie Reisen vertrieben. Zudem kauften die Hamburger im Bereich der Kunst-Magazine hinzu. Jetzt folgt das nächste Investment. Diesmal bei den Sprachmedien: So wird die Zeit zum 1. Januar den Spotlight Verlag übernehmen.

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Wichtigstes und bekanntestes Produkt der Sprach-Experten aus Planegg bei München ist das gleichnamige englische Magazin Spotlight. Zudem verlegen die Bayern beispielsweise auch noch Business Spotlight (Business-Englisch), Ecos (Spanisch), Adesso (Italienisch) und Écoute (Französisch) sowie Deutsch perfekt.

Insgesamt beschäftigt Spotlight rund 70 Mitarbeiter, von denen sich die meisten wohl erst einmal keine Sorgen um ihren Job machen müssen, wie Geschäftsführer Jan Henrik Groß und Zeit-Boss Rainer Esser in einem MEEDIA-Kurz-Interview zu dem Deal erklären. Der Jahresumsatz der Sprach-Experten lag im vergangenen Jahr bei 15,4 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz der Zeit-Gruppe lag im selben Jahr bei 195 Millionen Euro.

Warum braucht die Wochenzeitung Zeit einen Spezial-Verlag wie Spotlight?
Rainer Esser: Der Spotlight Verlag passt mit seinen wundervollen Sprachmedien bestens zur Zeit Verlagsgruppe. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir bereits mit gutem Erfolg in der Anzeigenvermarktung zusammen. Künftig werden wir auch in anderen Feldern kooperieren: Insbesondere im Abo-Marketing und bei den Reisen bietet sich eine intensive Zusammenarbeit an. Für Zeit Reisen ist 2017 das beste Jahr. Mit dem Know-how aus München werden wir zusätzlich neue Angebote entwickeln. Aber auch bei der Zeit Akademie bietet sich ein enger Austausch an – unsere Fantasie ist grenzenlos. Beide Verlage werden von der Kooperation gut profitieren.

Wie viel zahlen sie für den Spotlight-Verlag?
Esser: Einen angemessenen Betrag.

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In der Kommunikation sprechen sie von “attraktiven und sehr erfolgreichen Sprachmedien”. Können Sie ein paar Zahlen nennen, die den Erfolg belegen?
Jan Hendrik Groß: Der Spotlight Verlag hat letztes Jahr einen Jahresumsatz von 15,4 Millionen Euro gemacht und entwickelt sich in diesem Jahr stabil weiter. Alle Zeitschriften zusammen haben eine verkaufte Auflage von über 170.000 Exemplaren. Der Verlag hat einen langjährigen treuen Abonnentenstamm und steht auf gesunden wirtschaftlichen Beinen. Zudem hat der Spotlight Verlag ein klug ausdifferenziertes Produkt-Portfolio: Neben Zeitschriften sind dies Audio-Angebote, Übungs- sowie Lehrer-Materialien als auch die digitalen Ableger unserer Marken.

Werden sie im Zuge der Übernahme versuchen, Synergien zu heben. Sprich: Wird es auch zu einem Job-Abbau bei Spotlight kommen?
Esser: Wir wünschen uns, dass der Spotlight Verlag weiter wächst. Zwar werden wir das Dialog- und Online-Marketing in Hamburg integrieren. Das liegt aber daran, dass wir hier über die Jahre viel Expertise aufgebaut haben, von der Spotlight sehr stark profitieren wird. Das betrifft konkret drei Mitarbeiter, die alle Angebote erhalten, nach Hamburg zu wechseln.

MEEDIA gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt

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