Anzeige

Cover-Check: gute und/oder schlechte Verkäufe für den Spiegel, Focus dank Bundestagswahl über Soll

cover-check-spiegel-stern-focus-39.jpg

Die Deutung der neuesten Heftauflagen der IVW ist etwas komplizierter als sonst. Insbesondere beim Spiegel. Auf den ersten Blick landete das Magazin mit seiner Ausgabe 39/2017 auf einem neuen Tiefststand. Allerdings lag das Heft vier Tage lang parallel zur "Sonderausgabe Wahl 2017" am Kiosk, die ein weiterer vollwertiger Spiegel war. Und die verkaufte sich laut Spiegel zusätzliche 110.000 mal.

Anzeige
Anzeige

Nur 173.909 Abnehmer fand der reguläre Spiegel 39/2017 mit der Titel-Story „Neues Lernen“ im Einzelhandel, also in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und bei sonstigen Pressefachhändlern. Das ist der geringste Wert der Spiegel-Historie. Allerdings lagen an vier der sieben Tage der entsprechenden Woche zwei Spiegel-Hefte in den Regalen. Das reguläre vom 23. September und die „Sonderausgabe Wahl 2017“ vom 26. September, die vom Umfang und Preis her ein vollwertiger zweiter Spiegel war – auch nicht nur mit Wahl-Themen. Er verkaufte sich laut Spiegel-Verlag rund 110.000 mal im Einzelhandel, zusammen wären das also etwa 284.000 verkaufte Spiegel in einer Woche – was wiederum kein schlechtes Ergebnis mehr wäre, sondern ein sehr gutes. Der Vergleich mit anderen Spiegel-Wochen hinkt aber so oder so. Der Vollständigkeit halber: Insgesamt, also inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln und sonstigen Verkäufen fand der reguläre Spiegel 39/2017 genau 724.540 Abnehmer, darunter 63.381 mal als ePaper.

Der stern, von dem es nur eine Ausgabe gab, landete klar unter dem Soll, immerhin aber leicht über dem historischen Tief der Vorwoche: 152.127 griffen im Einzelhandel zur Ausgabe 39 mit dem Titelthema zur Wahl „Was jetzt passieren muss!“, normal waren in den jüngsten 12 Monaten 174.800 und in den jüngsten drei Monaten 175.300. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 563.484 Exemplaren, inklusive 23.198 ePaper.

Anzeige

Der Focus wiederum lag zwar nicht mit zwei Ausgaben am Kiosk, brachte nach der Bundestagswahl aber eine „aktualisierte Ausgabe“ in den Handel. Aktualisiertes und nicht aktualisiertes Heft erreichten zusammen 66.649 Einzelverkäufe – ein Ergebnis, das über dem Normalniveau der jüngsten 12 Monate (64.300) und der jüngsten drei Monate (61.200) liegt. Auf der aktualisierten Ausgabe prangte Christian Lindner mit der Zeile „Der mächtigste Mann Deutschlands“. Insgesamt fand der Focus 39 genau 424.365 Abnehmer, 35.292 als ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige