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Neue Studie: Das iPhone 8 verkauft sich deutlich schlechter als die Vorgängermodelle – Plus-Version gefragter

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Das neue iPhone 8 Plus und iPhone 8 © Apple

Es ist keine Überraschung: Das iPhone 8 verkauft sich offenbar schlechter als die Vorgängermodelle der letzten Jahre. Wie in der vergangenen Woche aus Zuliefererkreisen in Asien zu hören war, soll Apple deswegen seine Produktion bereits um 50 Prozent heruntergefahren haben. Nun bestätigt der Marktforscher Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) in einer neuen Studie, dass das iPhone 8 in den USA so schwach gestartet ist wie kein Apple-Smartphone seit 2014.

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Zehn Tage noch, dann muss Apple vor Anlegern wieder Farbe bekennen. Am 2. November legt Apple nach Handelsschluss seine Geschäftsbilanz für das abgelaufene September-Quartal vor, das nach dem Ausblick des wertvollsten Konzerns der Welt eigentlich signifikant besser verlaufen sein soll als im Vorjahreszeitraum.

Zumindest nach den Absätzen der bis dato neu eingeführten iPhone-Modelle gibt es dafür indes wenig Indizien. Wie Finanzdienstleister KeyBanc Capital Markets vergangene Woche in einer Research-Note mitteilte, die auf einer Umfrage unter amerikanischen Mobilfunkbetreibern basierte, verkauft sich das iPhone 8 in den USA sogar schlechter als das mehr als ein Jahr alte Vorgängermodell iPhone 7. „Viele der Befragten haben deutlich gemacht, dass sie das iPhone 7 statt des iPhone 8 wegen der fehlenden Neuerungen bevorzugen“.

iPhone 7 / 7 Plus verkaufte sich im September-Quartal weitaus besser als iPhone 8

Den Generalverdacht hat der Marktforscher Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) nun in den USA mit einer neuen Studie bestätigt. So kam CIRP im September-Quartal in den USA zu dem Ergebnis, dass das iPhone 8 lediglich 6 Prozent aller verkauften iPhones in den USA ausmachte, während sich das 5,5 Zoll große iPhone 8 Plus sogar besser verkaufte und auf einen Marktanteil von 10 Prozent aller verkauften Apple-Smartphones kam.

Das iPhone 7 und 7 Plus verkauften sich im September-Quartal mit einem Marktanteil von über 50 Prozent aller abgesetzten Apple-Smartphones im abgelaufenen Quartal jedoch immer noch mehr als dreimal so gut wie das iPhone 8 / 8 Plus.

iPhone 8 verkauft sich zum Start schlechter als neue iPhone-Modelle in den Vorjahren

Nun mag zur Verteidigung des iPhone 8 / Plus eingeräumt werden, dass die neuen Apple-Smartphones im September-Quartal lediglich acht Tage auf dem Markt waren –  doch das gilt in fast gleichem Umfang auch für die Vorgängermodelle in den Vorjahren, die weitaus besser abschnitten als das iPhone 8 / Plus.

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So kam das iPhone 7 / Plus  in 14 Verkaufstagen im September 2016 auf einen Anteil von 43 Prozent aller verkauften iPhones, während es das iPhone 6 / Plus  zwei Jahre zuvor in nur elf Verkaufstagen auf einen Marktanteil von 46 Prozent brachte. Selbst vor zwei Jahren, als Apple das kaum veränderte iPhone 6s / Plus  auf den Markt brachte, verkaufte es sich in nur fünf Tagen mit einem Marktanteil von 24 Prozent immer noch deutlich besser als das iPhone 8 heute.

„Es scheint, dass Apples iPhone X-Ankündigung die Marktdynamik und damit die Nachfrage nach dem iPhone 8 und 8 Plus verändert hat“, kommentierte CIRP Mitbegründer Mike Levin die schwachen Absätze der neuen iPhones, die auch durch die Preisnachlässe der älteren iPhone-Modelle zusätzlich mitbegünstigt würden.

Schlechte Nachrichten für iPhone 8 reißen nicht ab

Der Grund: Die neuen Apple-Smartphones erscheinen so verzichtbar wie selten. iPhone 8 und 8 Plus sind nämlich nur minimal besser als die nun deutlich günstigeren Versionen der beiden Vorjahre (iPhone 7 und iPhone 6s), können es aber nicht annähernd mit dem neuen Flaggschiff iPhone X aufnehmen, das im November erscheint, weshalb eine Kannibalisierung unausweichlich erscheint.

Entsprechend zurückhaltend reagierten nun die Käufer. Die Schlangen vor den Apple Stores, die sich seit Jahren in Erwartung der neuen Apple-Smartphones zum Verkaufsstart bilden, blieben bereits Ende September praktisch rund um den Globus aus.

iPhone 8-Produktion angeblich bereits halbiert

Und damit nicht genug: Nur wenige Tage nach dem Verkaufsstart kursierten in Asien Bilder von den neuen Apple-Smartphones im aufgeblähten Zustand. Das Display des iPhone 8 Plus platzte in gleich sieben Fällen auf – von Kanada über Griechenland bis nach China waren Defekte zu beobachten.

Apples Führungsstab dürfte sich angesichts des Splitgates „im Krisenmodus“ befinden, mutmaßte Analyst Sam Jaffe von Cairn Energy Research Advisors. Wie die taiwanische Wirtschaftszeitung Economic Daily News in der vergangenen Woche berichtete, hat Apple bereits Konsequenzen aus der schwachen iPhone 8-Nachfrage gezogen und seine iPhone 8-Produktion um sage und schreibe 50 Prozent zurückgefahren. Die Vorbestellungsphase für das mit Spannung erwartete iPhone X beginnt diesen Freitag um 9 Uhr deutscher Zeit.

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