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Google will Verlagen beim Verkauf von Digital-Abos helfen, sich diese Hilfe aber auch bezahlen lassen

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Dass Google sich vom "First Click Free"-Prinzip verabschiedet, wurde Anfang Oktober von Medienhäusern einhellig begrüßt. In Folge könnten Verlage deutlich besser digitale Abos verkaufen. Nun stellt sich heraus, dass Google diesen Dienst an die Verlage nicht umsonst erbringt. Wie Google-News-Chef Richard Gingras der Financial Times verriet, will der Suchmaschinen-Konzern für verkaufte Abos eine Provision. 

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Bislang hat Google darauf bestanden, dass mindestens drei Artikel pro Tages via Google News gratis anklickbar sein müssen. Das hatte zur Folge, dass Nutzer über den (kleinen) Umweg Google auch eigentlich kostenpflichtige Texte gratis lesen konnten. Haben sich Medien aus dem „First Click Free“ Programm verabschiedet, beklagten sie massive Einbrüche bei der Reichweite. Damit soll nun Schluss sein. Künftig können Verlage komplett selbst bestimmen, wie viele und welche Artikel sie online gratis anbieten und für welche sie Geld nehmen – auch solche, die über die Google-Suche und Google News gefunden werden.

Die Ankündigung von Anfang Oktober sorgte für Freude bei Verlagen. Durch die neue Google-Politik könnte es für sie viel einfacher sein, neue Digital-Abonnenten für ihre Medien zu gewinnen. Wie Googles News-Chef Richard Gingras der britischen Financial Times nun sagte, lässt sich der Suchmaschinen-Konzern die Hilfe bei der Abo-Gewinnung aber bezahlen. Google verlangt eine Provision für Abonnenten, die via Google gekommen sind. Die Provision werde dabei aber „sehr großzügig“ für die Verlage sein und deutlich unter den branchenüblichen 30 Prozent liegen, so Gingras. Zudem sollen die Kundendaten komplett bei den Verlagen liegen.

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Gerade die direkte Beziehung zu Abonnenten ist für Verlage ein überaus wichtiger Punkt. Wie hoch die Provision genau sein wird, verriet Gingras freilich nicht. „Anders als andere Teilnehmer an diesen Markt, versuchen wir nicht, die Verleger zu besitzen“, sagte Gingras in Anspielung auf Facebook, „Wenn es Fälle gibt, in denen wir ein Abonnement auslösen, wollen wir den Kunden nicht besitzen.“ Verlage dürften das gerne hören.

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