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Hillary Clinton nennt US-Wahl „Cyber 9/11“ und macht Facebook schwere Vorwürfe – Donald Trump hofft auf ihre erneute Kandidatur

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Die alte Souveränität ist zurück – die alten Vorwürfe auch: Hillary Clinton auf der Code Conference © re/code / YouTube

Knapp ein Jahr ist die dramatische US-Wahl vorbei – nur für Hillary Clinton nicht. Die 69-Jährige befindet sich aktuell in Europa auf Promotion-Tour für ihr neues Buch "What Happened", in dem sie nach Gründen für ihre Niederlage sucht. Als maßgeblich mitverantwortlich sieht Clinton weiter Facebook: Gegenüber der BBC zeigte sich Clinton enttäuscht über die mangelnde Aufklärung, die das weltgrößte Social Network zur russischen Einflussnahme auf die US-Wahl betrieben habe.

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Das Trauma der verlorenen Wahl dürfte Hillary Clinton kaum mehr loswerden. Wie tief der Stachel der dramatischen Niederlage sitzt, kann man nicht nur aktuell in Clintons neuer Biografie „What Happened“ nachlesen, die die frühere US-Außenministerin im September veröffentlicht hat und sich wie eine Abrechnung mit Donald Trump, aber auch ihrer eigenen Partei liest, sondern auch immer wieder bei ihren öffentlichen Auftritten hören.

Zur Zeit befindet sich Hillary Clinton auf Lesereise in Europa und stellte ihr neues Buch in den vergangenen Tagen in Frankreich und  Großbritannien vor.  Auch fast ein Jahr nach der US-Wahl beschäftigen die 69-Jährige die Umstände des dramatischen Wahlausgangs: Vor allem die Rolle der russischen Einflussnahme auf Facebook treibt Clinton um.

Die russische Einflussnahme sei ein „Cyber-9/11“ gewesen, erklärte Clinton am Sonntag in London.

Gestern legte die frühere Außenministerin im Gespräch mit der BBC nach und zeigte sich enttäuscht über die Antworten, die Facebook-COO Sheryl Sandberg, bekanntermaßen eine Unterstützerin und sogar Freundin Clintons, bislang bei der Aufklärung der russischen Einflussnahme bei der US-Wahl gegeben habe.

„Sie müssen die Fragen beantworten und Farbe bekennen. Sie müssen die Anzeigen zeigen, sie müssen alle Profile offenlegen, die, als Amerikaner getarnt, von Russland aus agierten, sie müssen ausländische Zahlungen offenlegen, das schulden sie der amerikanischen Öffentlichkeit“, erklärte Clinton und ergänzte: „da kann auch die Freundschaft nicht im Weg stehen“.  Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin unterstrich zudem, sie wäre bislang mit Sandbergs Ausführungen im Kongress nicht zufriedengestellt.

Das mediale Comeback seiner Erzrivalin ist auch Donald Trump nicht entgangen. Der US-Präsident twitterte gestern, er hoffe, dass Hillary Clinton 2020 noch einmal als Kandidatin antreten werde.

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„Bitte, Hillary, trete noch einmal an“, erklärte Trump gestern ironisch auf einer Pressekonferenz.

Die Hoffnung muss der 71-Jährige jedoch vermutlich begraben. Hillary Clinton stellt heute im Gespräch mit der BBC klar, dass sie sich 2020 nicht mehr um die Präsidentschaft bewerben werde.

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