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iPhone X: Die ersten fertigen Geräte verlassen China – es sind allerdings nur 46.500 Stück

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So sieht Apples neues Flaggschiff-Smartphone aus: das iPhone X © Apple

Elf Tage noch: Dann beginnt der Vorbestellungsbeginn für das mit Spannung erwartete neue iPhone X. Allein: Die meisten Interessenten des neuen Smartphone-Flaggschiffs aus Cupertino müssen sich unterdessen wohl auf ein langes Warten einstellen. Wie DigiTimes berichtet, hätte die erste iPhone X-Lieferung die Lager von Auftragsfertiger Foxconn verlassen. Allerdings: Nach Angaben der taiwanischen Wirtschaftszeitung ist die Lieferung höchst übersichtlich – gerade einmal 46.500 Exemplare wurden in die Niederlande und die Vereinigten Arabischen Emirate verschickt.

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Die Prognose ging auf: Ende September hatte das zum Wall Street Journal gehörende US-Wirtschaftsmagazin Barron’s berichtet, dass Apple die Produktion des iPhone X ein weiteres Mal verschoben habe – und erst Mitte Oktober starten würde.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen – und die ersten iPhones sollen tatsächlich die Hallen des Auftragsfertigers Foxconn verlassen haben. Wie die taiwanische Tageszeitung DigiTimes mit Verweis auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua News berichtet, wurden die ersten Geräte aus China bereits versandt – wenn auch in mikroskopischem Umfang.

Erste Auslieferungen in die Niederlande und die Vereinigten Arabischen Emirate

Gerade einmal 46.500 iPhone X sollen demnach aus Zhengzhou und Shanghai verschickt worden sein – in die Niederlande und die Vereinigten Arabischen Emirate. Interessierte Kunden müssen sich daher wohl auf erhebliche Lieferverzögerungen einstellen.

Wie in der vergangenen Woche die Nikkei Times berichtete, hat Apple weiter mit Produktionsengpässen zu kämpfen: Der Punktprojektor im TrueDepth-Kamerasystem wird offenbar zum Nadelöhr der komplexen Fertigung. Wie Tech-Analyst Jun Zhang vom Marktforscher Rosenblatt berichtet, könne Apple daher aktuell nicht mehr als 400.000 Geräte seines neuen Smartphone-Flaggschiffs produzieren – pro Woche.

Bis zu 50 Millionen Vorbestellungen?
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In den kommenden Wochen dürfte Apple seine Massenproduktion dann weiter hochfahren. Während der Rosenblatt-Analyst Zhang mit 20 Millionen ausgelieferten iPhone X bis Ende des Jahres rechnet, hält Staranalyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities inzwischen 30 bis 35 Millionen Auslieferungen für möglich.

Kuo hatte allerdings ebenfalls gemutmaßt, dass das iPhone X über 50 Millionen Mal vorbestellt werden könnte. Bewahrheitet sich die Prognose, könnten zahlreiche interessierte Kunden 2018 auf das neue Smasrtphone-Flaggschiff aus Cupertino warten.

Floppt das iPhone 8?

Zum Ladenhüter könnten sich dagegen die neusten iPhones entwickeln. Das iPhone 8 / Plus hatte Kritiker im Vorfeld weitgehend enttäuscht, weitaus weniger Kunden am Erstverkaufstag in die Apple Stores gelockt als gewöhnlich und war zudem in vereinzelten Fällen durch Defekte aufgefallen – bislang sieben Kunden beklagten beim 5,5 Zoll goßen Plus-Modell Aufblähungen des Displays.

Wie Finanzdienstleister KeyBanc Capital Markets heute in einer Studie mitteilte, die auf einer Umfrage unter amerikanischen Mobilfunkbetreibern basiert, verkauft sich das iPhone 8 in den USA sogar schlechter als das mehr als ein Jahr alte Vorgängermodell iPhone 7. „Viele der Befragten haben deutlich gemacht, dass sie das iPhone 7 statt des iPhone 8 wegen der fehlenden Neuerungen bevorzugen“,  erklärte KeyBanc-Analyst John Vinh in einer Research-Note.

An der Wall Street geht die Nachricht jedoch unter: Die Apple-Aktie legte heute um immerhin 1,5 Prozent auf 159,50 Dollar zu und markierte damit den höchsten Stand seit einem Monat.

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