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Samsung fährt im dritten Quartal den Rekordgewinn von 12,8 Milliarden Dollar ein – dann tritt der CEO zurück

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Turnaround-Mission erfüllt: Samsung-CEO Kwon Oh-Hyun will den Vorstandsvorsitz 2018 abgeben

Eines der beeindruckendsten Comebacks des Börsenjahres 2017 geht in die nächste Runde. Samsung hat auch für das abgelaufene dritte Quartal einen besser als erwarteten Konzerngewinn in Aussicht gestellt. Tatsächlich entwickeln sich die Geschäfte des weltgrößen Smartphone-Herstellers so gut wie nie: Im Bilanzzeitraum von Juli bis September dürfte Samsung den Rekordgewinn von 12,8 Milliarden Dollar einfahren. Treiber des Gewinns bleibt die Chipsparte. Doch ausgerechnet jetzt kündigte CEO Kwon Oh-Hyun den Rückzug an.

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„Es ist etwas, über das ich eine Weile tief nachgedacht habe. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich habe das Gefühl, dass ich sie nicht länger aufschieben kann“, erklärte Kwon Oh-Hyun in einem emotionalen Brief an die Belegschaft seine Demission als Vorstandschef von Samsung zum März 2018.

„Nachdem wir mit einer Krise ohnegleichen konfrontiert waren, glaube ich, dass nun die Zeit gekommen ist, dass sich das Unternehmen mit einer jüngeren Führung neu aufstellt, um besser auf die Herausforderungen der sich rapide verändernden IT-Industrie reagieren zu können. Das Unternehmen braucht mehr denn je einen neuen Anführer, und für mich ist es an der Zeit, mich dem nächsten Kapitel meines Lebens zu widmen“, erklärte der 64-Jährige, der dem wertvollsten Konzern Südkoreas seit 32 Jahren angehört.

Abschied mit Rekordgewinn

Dabei scheidet Kwon Oh-Hyun nach einem Chaos-Jahr auf dem absoluten Gipfel aus: Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 350 Milliarden Dollar ist Samsung heute so wertvoll wie nie. 2016 noch hatte der südkoreanische Verbraucherelektronikpionier dramatische Schlagzeilen produziert: Zunächst beherrschte der Super-GAU des explodierenden Phablets Note 7 die Tech-Medien rund um den Globus, dann wurde auch noch im Februar der bisherige Konzernchef Lee Jae-yong wegen Bestechungsvorwürfen verhaftet.

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Kwon Oh-Hyun schloss als einer von drei CEOs die Lücke und kann nun zum Abschied Samsungs mit Abstand erfolgreichste Quartalsbilanz seiner Geschichte präsentieren. So stellte der weltgrößte Smartphone-Hersteller in der Nacht für den Bilanzzeitraum von Anfang Juli bis Ende September bei Umsätzen von 61 Billionen Won (55 Milliarden Dollar) einen operativen Gewinn von 14,5 Billionen Won (12,8 Milliarden Dollar) in Aussicht.

Mutmaßlich erneut höherer Quartalsgewinn als Apple

Angetrieben von der boomenden Chip-Sparte und den Verkäufen des neuen Phablets Galaxy Note 8 dürfte Samsung seine Gewinne im dritten Quartal fast verdreifachen – und damit den Erzrivalen Apple im September-Quartal erneut hinter sich lassen.

In den kommenden zwei Jahren dürfte der wertvollste Konzern Südkoreas zudem blendend an Apples iPhone X verdienen, für das Samsung bekanntlich die OLED-Displays fertigt, die dem Verbraucherelektronikriesen größere Komponenteneinnahmen als beim eigenen Flaggschiff Galaxy S8 bescheren sollen.

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