Anzeige

iPhone X: Apple brauchte über 5 Jahre für Entwicklung – Lieferengpässe wegen Problemen mit Gesichtserkennung

iphonex_front_crop_top_corner_splash-e1505306314773.jpg
So sieht Apples neues Flaggschiff-Smartphone aus: das iPhone X © Apple

Knapp drei Wochen noch: Dann können Apple-Fans endlich das mit Spannung erwartete iPhone X vorbestellen, das eine Woche später – am 3. November – in den Handel kommt. Wegen der bestehenden Produktionsengpässe rechnet Topanalyst Ming-Chi Kuo allerdings damit, dass der viel beschworene Superzyklus in diesem Jahr ausfällt und sich auf 2018 verschiebt. Designchef Jony Ive verriet unterdessen auf einer Konferenz, dass Apple seit mehr als fünf Jahren an einem randlosen iPhone entwickelt habe.

Anzeige
Anzeige

Der iDay rückt näher, doch die Gretchenfrage bleibt die gleiche: Wie viele Modelle des iPhone X kann Apple tatsächlich liefern, wenn das neue Flaggschiff-Smartphone am 3. November in den Handel kommt?

Staranalyst Ming-Chi Kuo hatte zuletzt gemutmaßt, dass sich die Nachfrage Apple-Fans nach drei Jahren mit einem iPhone im gleichen Design in einem wahren Kaufrausch entladen und 50 Millionen Einheiten vorbestellt werden könnten. Wegen der bestehenden Produktionsprobleme, die offenkundig durch den 3D Sensor zur Gesichtserkennung verursacht werden, könnten Apple-Fans möglicherweise monatelang auf ihr iPhone X warten.

Kuo: Superzyklus verschiebt sich auf 2018

Das dürfte Folgen für den viel beschworenen „Superzyklus“ haben, den das iPhone X entfachen soll. Wie der notorisch gut vernetzte Tech-Analyst Ming-Chi Kuo in einer neuen Research-Note mitteilt, die dem Blog MacRumors vorliegt, dürfte der Superzyklus wegen der limitierten Geräte-Kapazitäten im Weihnachtsquartal noch ausfallen und sich stattdessen auf 2018 verschieben.

„Der Markt betrachtet 2017 generell als das Jahr des Superzyklus, aber wir glauben, dass sich der wirkliche Superzyklus erst 2018 ereignet“, schreibt Kuo, der damit rechnet, dass sich die Produktionsengpässe im ersten Halbjahr 2018 auflösen. Zudem rechnet Kuo damit, dass Apples Nachfolgemodelle des iPhone X auf größere Nachfrage treffen dürfte als aktuell das iPhone 8. Die Folge: Kuo rechnet im Kalenderjahr 2017 mit 210 bis 220 Millionen verkauften iPhones, 2018 aber mit den Rekordabsätzen von 245 bis 255 Millionen Apple-Smartphones.

5 Jahre Entwicklung am iPhone X
Anzeige

Welchen Stellenwert das neue iPhone für Apple besitzt, enthüllte am Freitag unterdessen Design-Chef Jony Ive in einem Podiumsgespräch im Rahmen des vom US-Magazin New Yorker veranstalteten „TechFests“. An der Technologie des neuen iPhone mit seinem fast randlosen Bildschirm habe Apple demnach über fünf Jahre gearbeitet.

„Es gab natürlich immer die Tendenz dahin (zu einem iPhone mit randlosem Bildschirm), und im Nachhinein erscheint es unvermeidlich, aber bis zu 99 Prozent unserer Versuche sind zunächst fehlgeschlagen“, gab Ive zu.

Technologische Hürden verhinderten früheren Launch

Wie der 50-jährige Brite, der seit dem ersten iMac (1998) für das Design von Apples großen Produktneuheiten verantwortlich ist, durchblicken ließ, waren technologische Hürden für den langwierigen Produktionsprozess verantwortlich.

„Wir hatten zahlreiche Ideen, mussten aber darauf warten, bis die  Technologie so weit ist“, erläuterte Ive. Beim iPhone X verwendet Apple erstmals ein biegsames OLED-Display von Samsung, das den Südkoreanern am Ende mutmaßlich größere Komponentengewinne beschert als mit ihrem eigenen Smartphone-Flaggschiff, dem Galaxy S8.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige