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Noch mehr mächtige Konkurrenz für traditionelle Medienhäuser: Amazon bereitet Expansion in digitale Werbemärkte vor

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Amazon bereitet in den USA eine massive Ausweitung des Geschäfts mit digitaler Werbung vor. Das berichtet das englischsprachige Newsportal Digiday. Demnach will der E-Commerce-Riese in New York ein neues Büro mit 2.000 Mitarbeitern eröffnen, die hauptsächlich das Werbe-Geschäft ankurbeln sollen. Amazon bietet bereits heute eine Vielzahl von Werbemitteln an, von Suchanzeigen über klassische Banner bis hin zu Video-Werbung und klassischen TV-Spots.

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Laut Digiday sind die Bestrebungen von Amazon, in den digitalen Werbemarkt vorzudringen, in den USA schon recht weit. Der E-Commerce-Gigant hat dabei offenbar vor allem so genannte „non-endemic advertisiers“ im Visier. Damit gemeint sind Werbekunden, die keine Waren über die Amazon-Plattform verkaufen, also zum Beispiel Telefongesellschaften, Fluggesellschaften, Restaurants oder Auto-Hersteller. So hat etwa die Autofirma Hyundai eine spezielle Kampagne für Testfahrten unter dem Motto „Prime Now. Drive Now“ geschaltet. Prime Now ist der Amazon-Dienst für Lieferungen noch am selben Tag der Bestellung.

In den USA überträgt Amazon unter dem Label „Thursday Night Football“ auch Live-Sport innerhalb seines Prime-Video-Dienstes und bietet in diesem Umfeld auch das Schalten klassischer TV-Spots an. Video-Werbung ist darüber hinaus im gesamten Umfeld von Prime Video möglich, aber auch auf der Amazon Website selbst. Amazon vermarktet für seine Seite auch Such-Anzeigen nach dem Vorbild von Google, klassische Banner-Werbung und spezielle Werbepakete, etwa das Buchen der kompletten Homepage an Rabatt-Tagen wie dem so genannten Black Friday.

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Bislang konzentriert Amazon seine Werbe-Offensive auf die USA. Prinzipiell könnte dies anderen Märkten aber auch bevorstehen, zumal das Unternehmen über extrem genaue Kundendaten verfügt. Amazon Prime Video ist auch in Deutschland ein großer Spieler im Streaming-Markt. Jüngst erst hat Amazon hierzulande ein Live-Bundesliga-Radio gestartet und sein Prime Video-Angebot um Kanäle auch von Drittanbietern ergänzt. So zeigt etwa Eurosport gegen Aufpreis auch Bundesliga-Fußball im Bewegtbild auf der Amazon-Plattform.

Bislang agiert er Internet Riese hierzulande in Sachen Werbung noch sehr zurückhaltend. Unwahrscheinlich, dass das so bleibt. Traditionelle Medienhäuser hätten dann neben Facebook und Google einen weiteren überaus mächtigen Konkurrenten im Kampf um Werbe-Budgets.

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